Traunstein – Der Andrang im Traunsteiner Schwimmbad war zuletzt groß und dementsprechend auch vor dem beliebten Kiosk. Peter Forster (SPD) brachte in der jüngsten Stadtratssitzung das Anliegen mehrerer Schwimmbadbesucher ein, die sich an ihn gewandt hatten: In den längeren Schlangen vor der Ausgabe am Kiosk sähen sich „Kinder, Jugendliche und Familien der Belästigung durch Zigarettenrauch ausgesetzt“. Ob man im Wartebereich vielleicht eine rauchfreie Zone ausweisen könnte? „Natürlich wäre eine Absprache mit dem Kioskbetreiber nötig, aber das würde die Attraktivität des Schwimmbads für Familien erhöhen“, so Forster.
Herumliegende
Essensreste
Das Anliegen von Karl Schulz (CSU) spielte ganz in der Nähe: Im Bereich der Traun-Bar habe in letzter Zeit jemand Essensreste abgelegt – „Backwaren, Brot, Süßgebäck, Pizzastücke und sogar Schinken in nicht unerheblichen Mengen.“ Schulz‘ klare Ansage: „Diese Person soll das lassen! Das hat nichts mit Tierliebe zu tun und ist keine artgerechte Fütterung.“ Bei hohen Temperaturen könnten die Reste zur Gefahr für Tiere werden, wenn die Lebensmittel verderben. Auch Ratten könnten wieder angezogen werden. „Lebensmittel gehören nicht in der Welt herumverteilt. Wenn man sie nicht selbst verzehrt, dann in die Biotonne.“
Einen Vorschlag für besseren Verkehrsfluss machte Nils Bödeker (SPD). Hintergrund sind die Staus auf der Güterhallenstraße an der Kreuzung zur Wasserburger Straße. Durch die Bauarbeiten und Umleitungen auf den Straßen rund ums Krankenhaus hätten die Staus zu Stoßzeiten bis übers Annette-Kolb-Gymnasium hinaus gereicht. Eine Ampel an der Stelle, wenn der Campus Chiemgau fertiggestellt ist, hatte der Stadtrat bereits angeregt. Bödekers Vorschlag: Vielleicht würde eine eindeutige Bodenmarkierung auf der Güterhallenstraße schon helfen, damit Linksabbieger sich klar links und Rechtsabbieger sich klar rechts einordnen und die folgenden Autos weniger blockieren.
Boxautomat
nervt Anwohner
Ursula Lay (UW) brachte das Problem eines Anwohners vom Bahnhofplatz mit in den Stadtrat. Ein Lokal habe vor der Tür einen Boxautomaten platziert. „Und dass die Leute an dem Automaten boxen, geht wohl oft bis Mitternacht. Ist das überhaupt zulässig, so was im Freien aufzustellen?“ Der Bürger vom Bahnhofplatz fühle sich dadurch immer wieder um den Schlaf gebracht. Ein weiteres von Lays Themen: Die Ludwig-Thoma-Straße, vorbei am Landratsamt, ist inzwischen nur noch für Anlieger frei. Das entsprechende Schild sehe man vom Salinenberg kommend aber erst, wenn man schon eingebogen und es bereits zu spät ist.
Die historischen Stiegen und Treppen der Stadt hatte Peter Forster im Blick. An der Apothekerstiege sei die Beleuchtung verbessert worden, trotzdem täten sich sehbeeinträchtigte Bürger nach wie vor schwer: „Wenn man hineinschaut, wirkt es oft wie eine Fläche, vor allem bevor eine Stufe zu einem Podest übergeht.“ Ähnliches gelte bei der Treppe neben dem Rathaus-Schrägaufzug und sogar bei Sonnenschein vom Wochinger Spitz hinunter zur Traun. „Menschen mit Sehbeeinträchtigung haben Probleme, die Stufenlänge einzuschätzen“, so Forster. Orange Farbe an den Kanten könne helfen.
Probleme mit den Behindertentoiletten am Maxplatz schilderte Karl Schulz. Dort werde ein Schlüssel gebraucht, direkt danach öffne sich die Tür jedoch automatisch. Wenn Benutzer händisch mithelfen, habe dies schon öfter den Mechanismus zerstört – dasselbe gelte beim Verlassen des WCs. Das Problem laut Schulz: „Nirgendwo wird darauf hingewiesen.“ Für die Stadt habe der kaputte Mechanismus schon viele Kosten verursacht. Außerdem sollte sich die Tür auch dann öffnen lassen, wenn der Mechanismus ausgefallen ist.