Gstadt kauft neues Löschfahrzeug

von Redaktion

Gemeinderat stimmt einstimmig für LF 10

Gstadt – Einstimmig hat der Gemeinderat von Gstadt in seiner jüngsten Sitzung befürwortet, sich an der Sammelbestellung für ein Löschgruppenfahrzeug LF 10 Bayern zu beteiligen. Im Vorausgang hatte Gstadts Bürgermeister Bernhard Hainz (FGW) das Gremium informiert, dass das bestehende Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 der FFW Gstadt am Chiemsee in die Jahre gekommen sei. Mit seinen 26 Jahren werde es immer anfälliger. „Ein Ersatz muss also in den kommenden Jahren her.“ Dafür gebe es nun eine Lösung: Der Freistaat Bayern biete die Möglichkeit, ein standardisiertes LF 10, das für die Brandbekämpfung und kleine Einsätze entwickelt worden sei, über eine Sammelausschreibung zu beschaffen. Durch größere Stückzahlen könnten die Anschaffungskosten gesenkt und der Verwaltungsaufwand für Planung, Ausschreibung und Abnahme erheblich reduziert werden, betonte Hainz. Die standardisierte Ausstattung lasse begrenzte Ergänzungen zu.

Das weitaus gewichtigere Argument für ein Ja zur Sammelbestellung sei die staatliche Förderung in Höhe von 143.000 Euro. Die Kosten für ein Neufahrzeug mit Fahrzeug, Aufbau und Beladung, jedoch ohne nachträgliche Zusatzausstattung, sollen unter 500.000 Euro liegen und werden in der Ausschreibung als Obergrenze und damit als Ausstiegsmöglichkeit festgelegt. Weiter sagte Hainz: „Ein LF 20 kommt weitaus teurer als ein neues LF 10“ und erfahre weniger Förderung.

Jakob Bichler (FWG), Zweiter Bürgermeister und stellvertretender Kommandant der FFW Gstadt, erklärte, dass er ein LF 10 für geeignet halte. Es sei „gleich breit und hoch wie das alte, aber 50 Zentimeter länger. Und eben neu.“ Kreisbrandrat Richard Schrank habe der Gemeinde gegenüber auch schriftlich erklärt, dass ein LF 10 für die Gemeinde Gstadt sinnvoll sei, so Hainz. Laut Gemeindeordnung sei die Gemeinde verpflichtet, ihre stetigen Aufgaben sparsam und wirtschaftlich zu planen und zu führen und für Investitionen nicht nur wegen der Anschaffungs- oder Herstellungskosten, sondern auch wegen der Folgekosten gewissenhaft zu planen und zu veranschlagen.

Auf Nachfragen von Peter Kerschl (Bürgerliste) erklärte Hainz, dass das alte Fahrzeug nach 30 Jahren abgeschrieben sei. Gelder für eine Neuanschaffung seien bereits in der Finanzplanung enthalten. Im Übrigen wolle man versuchen, das alte Fahrzeug noch zu veräußern.

Dem abschließenden Beschlussvorschlag, in den nächsten fünf Jahren ein LF 10 als Ersatzfahrzeug für den vorhandenen LF 8/6 zu beschaffen und sich an der Sammelbeschaffung des Landesfeuerwehrverbandes zu beteiligen, stimmte das Gremium mit 11:0 zu. elk

Artikel 1 von 11