Grassau – Das Märchen vom Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel der Gebrüder Grimm ist den Grundschülern der Grassauer Grund- und Mittelschule bestens bekannt. Nun haben sich Hase und Igel erneut getroffen, um ein weiteres Rennen auszutragen. So zumindest lautete die Rahmenhandlung auf der Bühne im Heftersaal, präsentiert von der Kulturschule Leipzig, die empathisch in ihrem Theaterstück „Müllmonster“ auf das Müllproblem hinwies und alle Grundschulklassen in ihren Bann zog.
Gleich zwei Aufführungen brauchte es, um die vielen Grundschüler aus Grassau und Staudach-Egerndach zu unterhalten, und beide Male waren die Kinder begeistert von den zwei Schauspielern, die sich als Hase und Igel präsentierten. Eingangs erklärte Thomas Lehmann, dass der Hase – also seine Person – eine Revanche für das verlorene Wettrennen mit dem Igel, dargestellt von Rahma Ben Fredj, wünsche, nachdem er sich immer noch nicht erklären könne, warum er, der schnelle Hase, den Igel nicht besiegen konnte. „Köpfchen muss man haben“, meinte da der listige Igel, der den Kindern im Publikum erklärte, warum er das Rennen gewann.
Während sich der Hase auf den Wettkampf vorbereitete, machte es sich der Igel gemütlich und las die Zeitung, in der unter anderem auf das Müllproblem aufmerksam gemacht wurde. Doch plötzlich regnete es auf der Lichtung Müll. Die vorgesehene Rennstrecke war voller Abfall. Nur die Kinder konnten das Müllmonster sehen. Die Schüler halfen zunächst dem Hasen, den Platz wieder zu reinigen, und nachdem das Müllmonster erneut zuschlug, auch dem Igel. Wie aber wird man das Problem dauerhaft los? Mit den Schülern wurde dann gemeinsam der Müll getrennt und auf das Problem hingewiesen. Nachdem Hase und Igel das Problem gemeinsam beseitigt hatten, brauchten sie kein weiteres Kräftemessen mehr.
Eine Stunde Theater mit Spaß an der Freude, mit lachenden Kindern, die die komischen Elemente quittierten und durch direkte Anrede der Schauspieler zu Mitakteuren wurden, war schnell vorüber. Schulleiter Marcus Ullrich dankte den Akteuren der Kulturschule Leipzig für die Auftritte und war selbst begeistert von der Inszenierung, dem Bühnenbild sowie Gestik und Mimik der Darsteller. Sie reisen nun weiter an die nächste Schule, um dort eines ihrer Bühnenprogramme zu präsentieren. tb