Reit im Winkl – Einen Auftakt nach Maß hat der Festzeltbetrieb zum 200-jährigen Bestehen der Musikkapelle Reit im Winkl beim Bieranstich mit dem Tag der Vereine und Betriebe genommen. Das Festzelt auf der Wirtsgwandn ist voll besetzt gewesen, als Bürgermeister und Schirmherr Matthias Schlechter das erste Fass angezapft hat. Höhepunkt der Festwoche ist das 56. Bezirksmusikfest des Bezirks Chiem- und Rupertigau im Musikbund von Ober- und Niederbayern am kommenden Sonntag.
200 Jahre „Musi“ und Kameradschaft, da stecke viel Herzblut dahinter, versicherte Michael Neumaier, Festleiter und Vorsitzender der Musikkapelle Reit im Winkl. Er bedankte sich bei den vielen Helfern beim Aufbau des Festzelts und bei den großzügigen Sponsoren sowie bei der gesamten Musikkapelle für die umfangreichen Vorbereitungen und Probenarbeiten.
Musikbund-Bezirksleiter Thomas Egger gratulierte der Musikkapelle Reit im Winkl zum Jubiläum und lobte sie für ihren Einsatz über all die Jahre hinweg. „An ihr sieht man, wie lebendig unsere Blasmusiktradition ist“, rief er aus und stellte fest, Musik bringe Menschen zusammen. Zur Gratulation übergab er dem Vorsitzenden ein Fass Bier.
Bürgermeister Matthias Schlechter bedankte sich bei der Musikkapelle für die Übernahme dieses Festes. Gerne habe er deren Anfrage nach Unterstützung durch die Gemeinde zugesagt und erfüllt. Er lobte auch die Mithilfe anderer Vereine und der gesamten Bevölkerung bei den Vorbereitungen. Das Dorf helfe zusammen, wenn es darauf ankomme.
Bräu Maximilian Sailer vom Hofbräuhaus Traunstein bedankte sich bei der Musikkapelle für die Auftragsvergabe an sein Haus. „Wir sind stolz, euer Bierpartner zu sein“, rief er aus. Was der junge Festausschuss der Musikkapelle Reit im Winkl hier auf die Füße gestellt habe, sei schon gewaltig.
Große Aufmerksamkeit rief ein historischer Festzug durch das Zelt hervor, bei dem ein nachgebildeter Wolf mit Musikbegleitung hereingebracht wurde. Die Szene erinnerte daran, dass im Juli 1826 die Musikkapelle Reit im Winkl erstmals urkundlich erwähnt wurde. Damals wurde einer der letzten Wölfe der Gegend erlegt und von sechs Musikanten von Seegatterl nach Reit im Winkl gebracht.
Dass sie sich intensiv auf die Feier zu ihrem 200-jährigen Bestehen vorbereitet hatte, bewies die Musikkapelle Reit im Winkl unter der Leitung von Sebastian Krause bei ihrem hervorragenden Spiel auf der Bühne durch den ganzen Abend hindurch. Dazwischen gab es mit ebenfalls viel Beifall bedachte, gekonnte Einlagen der Reit im Winkler Alphornbläser zusammen mit den vor Kurzem neu formierten „Reiter Alphornspatzen“ und der Plattler des Trachtenvereins „Dö Koasawinkla“. sh