Zehn Jahre Priester in Inzell

von Redaktion

Pfarrer Thomas Weinzierl feiert Jubiläum mit seiner Gemeinde

Inzell – „Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes“, ist das Lebensmotto von Pfarrer Thomas Weinzierl, der in der Pfarrkirche St. Michael mit den Gläubigen der Pfarrgemeinde Inzell-Weißbach sein zehnjähriges Priesterjubiläum gefeiert hat. Der Festgottesdienst ist vom Inzeller Kirchenchor ausdrucksstark umrahmt worden. Im Anschluss an die kirchliche Feier hat der Pfarrgemeinderat einen Stehempfang vor dem Rathaus organisiert.

Mit dem Einzug der Ministranten zusammen mit den Zelebranten des Gottesdienstes Pfarrer Thomas Weinzierl, Pfarrer Georg Neumeier (Weinzierls Ausbilder in Bad Aibling), Pfarrer Stefan Scheifele (Geistlicher Rat) und Diakon Andreas Nieder begann dieser besondere Festgottesdienst, bei dem viele Gläubige aus Inzell und Weißbach vor Ort waren. Zu Beginn dankte Weinzierl allen, die gekommen waren und ihn bei seinem priesterlichen Dienst an Gott unterstützten. „Ein Hirte kann ohne Herde nicht funktionieren, und daher bin ich dankbar für die gute Zusammenarbeit.“ Er begrüßte ausdrücklich die Unterstützung der Weißbacher Ministranten in der Inzeller Kirche. Anschließend weihte der Geistliche eine Jubiläumskerze anlässlich seines Ehrentages. Weinzierl blickte kurz zurück auf die zehn Jahre seines Schaffens als Priester, beginnend mit der Priesterweihe durch Kardinal Reinhard Marx.

Für die beiden Lesungen und die Fürbitten war Sabine Hopf verantwortlich. Mit der Taufe auf Jesus Christus seien die Gläubigen auch auf seinen Tod getauft worden. Indem sie mit der Gestalt seines Todes verbunden wurden, seien sie auch mit seiner Auferstehung verbunden, und sie glaubten daran, mit ihm in der Herrlichkeit des Vaters zu leben.

Das Matthäusevangelium, das Diakon Andreas Nieder vortrug, enthielt eine klare Botschaft: Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird auch den Lohn eines Gerechten erhalten. Insgesamt enthält dieses Evangelium sehr konkrete Hinweise in Bezug auf Jesus Christus.

Pfarrer Stefan Scheifele, der sich selbst als „graue Eminenz im Hintergrund“ bezeichnete, ging zunächst auf den Pflüger auf dem Feld ein. „Wer zurückblickt, zieht eine schiefe Furche, und das ist kein Vorwurf, sondern eine Lebensweisheit.“ Dieses Lebensmotto hat Thomas Weinzierl gewählt, und dieser Weg führte ihn nach Inzell. Dabei wies Scheifele auf das Evangelium hin: „Wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.“ Der Priester sei somit kein Mittelpunkt, sondern ein Durchgang zu Gott, dem Herrn. Das habe auch Kardinal Marx 2016 bei der Priesterweihe gesagt: „Gott drückt euch ein Brandzeichen auf. Ihr gehört zu Gott und seid für das Volk Gottes da.“ Man müsse brennen für so eine Aufgabe, denn nur dann könne man ein guter Hirte sein. Doch dazu brauche ein Geistlicher auch seine Gemeinde, denn ohne Herde könne ein Hirte nicht funktionieren.

Vor dem Gottesdienst gab es Absprachen des Jubilars mit dem Kirchenchor, bei denen verschiedene Lieder ausgewählt wurden. Während der Kommunion stimmte der Chor ein beeindruckendes Halleluja an, und als besonderen Wunsch präsentierten die Sänger „I will follow him“, wobei die Gläubigen direkt zum Mitklatschen animiert wurden. Dies wird Thomas Weinzierl sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

Zum Abschluss des Gottesdienstes überreichten Pfarrgemeinderatsvorsitzender Andreas Geisreiter und Weißbachs Kirchenpfleger Mathias Steinbacher an Pfarrer Weinzierl eine Spendenbox, die vielseitig verwendbar ist.

Nach dem Gottesdienst gab es vor dem Rathaus noch einen Stehempfang, zu dem alle Gottesdienstbesucher eingeladen waren. Der Pfarrgemeinderat hatte alles bestens vorbereitet, und so entwickelten sich bei bestem Sommerwetter noch viele ausgiebige Gespräche. wet

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