Staudach-Egerndach – Die Zweitwohnungssteuer dient als Ausgleich für die Bereitstellung der Infrastruktur für all diejenigen, die in der Gemeinde nicht gemeldet sind und sich nur unregelmäßig dort aufhalten, dennoch Wohnraum beanspruchen. Einstimmig entschied der Gemeinderat, die Zweitwohnungssteuer von bislang 15 Prozent der Nettokaltmiete auf 20 Prozent zu erhöhen.
Einnahmen
von 24.000 Euro
Bürgermeisterin Martina Gaukler informierte, dass die letzte Erhöhung 2020 von acht auf 15 Prozent vorgenommen wurde. Mit acht Prozent hatte die Gemeinde die niedrigste Zweitwohnungssteuer im Umkreis. Diese Steuer solle jedoch kein Anreiz sein, Zweitwohnraum zu beanspruchen. Mit derzeit 15 Prozent liege die Gemeinde wiederum sehr günstig im Vergleich zu den begehrten Chiemgau-Wohnorten. Einnahmen von 24.000 Euro könne die Gemeinde generieren. Durch eine Erhöhung von 15 auf 20 Prozent würden die Einnahmen auf 32.000 Euro steigen. Zudem würde die Steuer auf dem gleichen Niveau wie die in umliegenden Gemeinden erhobene Steuer liegen. Die Zweitwohnungssteuer wird im Turnus von zwei Jahren neu bewertet. Einstimmig votierte der Rat für die Erhöhung der Zweitwohnungssteuer.
Ebenfalls ohne Widerspruch einigte man sich auf die Anpassung der Hundesteuer. Künftig wird der erste Hund eine Jahressteuer von 75 Euro statt bislang 50 Euro kosten. Für jeden weiteren Hund soll eine Steuerabgabe von 150 Euro folgen. Sollte jemand einen Kampfhund sein Eigen nennen, sind für diesen künftig 1.000 Euro anstatt bislang 800 Euro abzuführen.
Laut Bürgermeisterin Gaukler wurde die Hundesteuer 2017 das letzte Mal erhöht und bringt Einnahmen von durchschnittlich 3.300 Euro.
Gaukler informierte auch, dass eine Hundetoilette rund 800 Euro koste und jedes zweite Jahr eine erneuert werde. Das Befüllen der Toiletten mit Hundekotbeuteln schlage mit 760 Euro zu Buche, und für das Befüllen und Leeren sei der Bauhof ebenfalls einige Stunden beschäftigt, sodass sich die Ausgaben auf rund 4.200 Euro summieren und mit der Erhöhung ausgeglichen wären.
Keine Kampfhunde
gemeldet
Auch betonte sie, dass kein Kampfhund in der Gemeinde gemeldet ist. Die Erhöhung der Hundesteuer war für alle Räte nachvollziehbar, und so stimmte das Gremium geschlossen dafür.