1.000 Hunde und 100 Katzen versorgt

von Redaktion

Der Gemeinderat in Bernau hat eine Finanzhilfe in Höhe von 7.500 Euro für das Tierheim „Häuser der Hoffnung“ beschlossen. Wegen massiv gestiegener Kosten blickte die Einrichtung zuvor in eine ungewisse Zukunft. Mit dem Zuschuss soll der Fortbestand gesichert werden.

Bernau – Mit 16:2 Stimmen hat der Bernauer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung dafür gestimmt, dem Bernauer Tierheim „Häuser der Hoffnung“ eine Unterstützung in Höhe von 7.500 Euro zu gewähren.

Unsichere
Zukunft

Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU) verlas ein Schreiben des seit über 18 Jahren bestehenden Bernauer Tierschutzvereins. Darin heißt es, dass in den vergangenen Jahren mehr als 1.000 Hunde, rund 100 Katzen und sieben Pferde aufgenommen, versorgt und in ein besseres Leben begleitet werden konnten.

„Einige wurden zu Therapiehunden für schwer kranke/behinderte Erwachsene und Kinder ausgebildet, andere bereicherten als geliebte Familienmitglieder das Leben der Menschen und manche fanden bei uns ihr endgültiges Zuhause, weil sie aufgrund von Krankheit und/oder Verhaltensauffälligkeiten als nicht vermittelbar galten. Zusätzlich sind wir seit Jahren Ansprechpartner für die Initiative ,Startklar – Soziale Arbeit GmbH‘, die mit der Diakonie Rosenheim sozial benachteiligte Jugendliche unterstützt, und stellen immer wieder Praktikumsplätze zur Verfügung.“

Viele Spenden
eingegangen

Doch aufgrund der massiv gestiegenen laufenden Kosten, insbesondere für Tierärzte, Personal, Energie und Futter, stehe das Tierheim nun vor einer finanziell sehr schwierigen Situation. Mit einem Betrag von 160.000 Euro könnte das Tierheim bis zum Frühjahr 2027 gesichert werden und hätte die notwendige Zeit, neue Wege zur Finanzierung nachhaltig umzusetzen.

So sei unter anderem geplant, mehr Zimmer für Pensionsgäste zur Verfügung zu stellen, um zusätzliche Einnahmen für den Verein zu generieren. Mittlerweile seien über 20.000 Euro an Spenden und über die Plattform „GoFundMe“ weitere 95.000 Euro eingegangen. Die laufenden Kosten beliefen sich laut Schreiben des Tierheims auf knapp 13.000 Euro im Monat, den Unterhalt des Hauses und die Wartung der Außenanlagen nicht miteingerechnet.

Die Verwaltung schlage vor, dem Tierheim einen Betrag von 7.500 Euro zu gewähren. Auf Nachfragen von Melanie Kinzner (Grüne), Sascha Klein (WMG) und Donat Fischer (FW) erklärte Clarissa von Reinhardt vom Tierheim, dass man bezüglich der Unterstützung mittlerweile auf einem guten Weg sei. Das Haus sei ein Tierschutzheim, keine Tierpension, auch wenn Letzteres „eine Goldgrube“ sei. Das Bernauer Tierheim sei seinerzeit das erste Tierheim im deutschsprachigen Raum gewesen, in dem Hunde in einem Zimmer, also mit gemauerten Wänden, und eben nicht in einem schlichten Zwinger untergebracht würden. Zudem komme auf vier Räume eine Außenanlage.

Ein besonderes
Tierheim

Gerhard Jell (CSU) und Josef Scheck (CSU) erkundigten sich, was die Gemeinde anderen Vereinen an Unterstützung gewährt habe und ob nicht die Bernauer Stiftung helfen könne. Diese sehe keine Unterstützung für Tiere vor, antwortete Biebl-Daiber. Und was andere Vereine wie die Eisstockbahn oder die Torfbahn betreffe, so hätten diese eine ähnlich hohe Zuwendung erfahren.

Mit zwei Gegenstimmen erfolgte schließlich die Zustimmung des Bernauer Gemeinderates, das Tierheim mit einem Betrag in Höhe von 7.500 Euro zu unterstützen.

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