Übersee – Rund 100 Besucher haben sich an einem Sommerabend im Seegarten des Chiemgauhofs versammelt, um ein Standkonzert der Blaskapelle Übersee-Feldwies zu erleben. Direkt am Ufer des Chiemsees, zwischen Bar und See des 2025 wiedereröffneten CGH Lakeside Retreat, wurde der Abend zu einem musikalischen Höhepunkt dieses Sommers, wie der Musikverein Übersee-Feldwies in einer Pressemitteilung berichtet.
Der Chiemgauhof gilt seit Generationen als Begriff am Chiemsee. Wo einst eines der traditionsreichsten Gasthäuser der Region stand, ist nach umfangreicher Neugestaltung das moderne Lakeside Retreat entstanden. Die Geschichte des Hauses sei dabei mit zeitgemäßer Architektur verbunden worden, heißt es weiter. Geblieben sei die einzigartige Lage unmittelbar am See – ein Ort, der wie geschaffen sei für diese besondere musikalische Begegnung.
Den Auftakt gestaltete laut Musikverein die Musikgruppe „Uhus“ unter der Leitung von Johannes Anner. Mit sichtbarer Freude eröffneten die Musikanten den Konzertabend und erhielten dafür viel Applaus. Anschließend übernahm die rund 40-köpfige Blaskapelle Übersee-Feldwies unter der Leitung von Lothar Beyschlag die Bühne – oder vielmehr den Platz direkt am Wasser. Ansager Thomas Lindlacher führte mit Charme und Wissenswertem durch das abwechslungsreiche Programm, das von moderner Blasmusik über konzertante Arrangements bis hin zu traditionellen Polkas und Märschen reichte.
Unter den Gästen fanden sich Hotelgäste, Urlauber, Einheimische und zahlreiche Musikfreunde. Die Chiemgauhof-Servicelegende Resi ließ sich den Abend ebenso wenig entgehen wie die Inhaberfamilie Müller, die den Musikverein mit den Musikanten herzlich willkommen hieß. Immer wieder richteten sich die Blicke nicht nur auf das Orchester, sondern auch hinaus auf den See, wo die untergehende Sonne die Kulisse für den Konzertabend bildete.
Als die ersten Töne von „Ein Leben lang“ erklangen, versank die Sonne langsam hinter dem westlichen Ufer, hinter der Krautinsel. Mit „Guten Abend, Gute Nacht“ sei der Moment beinahe andächtig geworden. Viele Besucher haben zu ihren Smartphones gegriffen, um das Zusammenspiel aus Musik, Natur und Abendlicht festzuhalten – wohl wissend, dass sich die besondere Atmosphäre nur bedingt auf einem Foto einfangen lässt. Für die Zugaben bezogen die Musiker Aufstellung auf dem Steg. Zwei traditionelle Märsche erklangen direkt, während die letzten Sonnenstrahlen den Himmel färbten. Als die Sonne schließlich vollständig verschwunden war, setzte Dirigent Lothar Beyschlag mit dem traditionellen Chiemgauhof-Gong den Schlusspunkt unter einen Konzertabend, der dem Publikum noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.