Tiefster Grundwasserstand

von Redaktion

Zum Artikel „Rimsting darf Wasser an Ulperting liefern“ (Lokalteil):

Trockenheit und ständig steigende Wasserentnahmen haben den Grundwasserspiegel der Seen im Naturschutzgebiet bedrohlich sinken lassen. Besonders extrem am Stettner See. Die Eggstätt-Hemhofer-Seenplatte ist über natürliche Kanäle verbunden und liegt zwölf Meter über dem Chiemsee. Die einzige Ausnahme ist der Stettner See, der fünf Meter tiefer liegt, als der nur 100 Meter entfernte Langbürgner See. Die Ischler Ache, der Abfluss der Seenplatte, mündet in der Gemeinde Seebruck in die Alz. Teilweise fließt dort nur ein kleines Rinnsal oder ist ganz ausgetrocknet, dafür fließt aber bei der Verbindung zwischen Schloss See und Langbürgner See, das Wasser in umgekehrter Richtung – vom Schlosssee zum Langbürgner See. Die Brunnen bei Aiterbach und Guggenbichl (Wasserzweckverband Prien/Rimsting) liegen an der Süd/Westseite des Langbürgner Sees und sind nur rund 500 Meter vom Stettner See entfernt. Grundwassermessstellen sind unter anderem am Bahnhof in Rimsting, am alten Brunnen in Stetten und dem Wasserspiegel des Stettner Sees. Da der Wasserstand des Stettner Sees noch nie so niedrig war wie derzeit, muss man davon ausgehen, dass die ständig steigende Wasserentnahme, den Grundwasserspiegel erheblich absenkt. Dem 4,19 Hektar großem See fehlen mindestens 30.000 Kubikmeter Wasser. Das Boot kann nicht mehr aus der Bootshütte herausgefahren werden, weil die Unterwasserzangen, die die Pylonen zusammenhalten, mittlerweile aus dem Wasser ragen. Bad Endorf und Eggstätt bedienen sich ebenfalls von dem Wasser des Naturschutzgebiets. Halfing und Höslwang decken ihren Wasserbedarf von der Harpfinger Gruppe, die noch genügend Kapazitäten frei hätte. Um das Naturschutzgebiet nicht noch weiter zu schädigen, etwa durch trockenfallende Moore, sollten neue Wege überlegt werden.

Hans Fritz

Bad Endorf

Artikel 2 von 11