Volksnähe und viel Engagement

von Redaktion

Sein Wirken hat Spuren hinterlassen: Am Sonntag, 19. Juli, jährt sich die Priesterweihe von Klaus Wernberger zum 50. Mal. Zu diesem besonderen Anlass kehrt der beliebte Seelsorger für einen Festgottesdienst nach Unterwössen zurück.}

Unterwössen – Pfarrer Klaus Wernberger hat Spuren hinterlassen. Vergangenen Sonntag feierte der 79-jährige Ruhestandspfarrer in der Pfarrkirche St. Martin in Unterwössen sein goldenes Priesterjubiläum. Vor genau 50 Jahren, am 26. Juni 1976, empfing er im Freisinger Dom die Priesterweihe. Sein Jubiläum beging er dort, wo er die prägendste Zeit seines priesterlichen Lebens verbrachte. Wernberger, 1947 in Bruckmühl geboren, trat nach seiner Weihe erste Stellen als Kaplan in Wolfratshausen sowie als Jugendpfarrer an. Früh zeichneten ihn seine Volksnähe und sein Engagement im Kolpingwerk aus. 1984 übernahm er als erster Leiter den damals neuartigen Pfarrverband Waakirchen-Schaftlach und machte das Modell zum Erfolg.

Am 10. Oktober 1997 begann sein wichtigstes Kapitel: Wernberger übernahm die Pfarrstelle in Unterwössen sowie zeitweise die Verantwortung für bis zu drei weitere Nachbarpfarreien. In den folgenden 16 Jahren blühte die Gemeinde auf. Wernberger galt als nahbar, humorvoll und tatkräftig. Unter seiner Regie wurden die Kirche St. Martin außen renoviert, der Pfarrhof und der Kindergarten saniert sowie das Pfarrheim erweitert. Die Innenrenovierung plante und finanzierte er vor seinem Ruhestand komplett vor – teils mit kreativen Aktionen wie einer Chiemgau-Meisterschaft im Steinheben mit dem „Stoaheber“-Club im Pfarrgarten.

Gleichzeitig war Wernberger für seine klugen, oft aufrüttelnden Predigten bekannt, in denen er auch vor deutlicher Kritik an Kirche und Gesellschaft nicht zurückschreckte.

Am 10. November 2013 verabschiedete sich die Gemeinde feierlich von ihm. Seinen Ruhestand verbringt er in Prien am Chiemsee, wo er weiterhin in der Seelsorge aushilft. Dem Achental bleibt er jedoch eng verbunden: Nach seinem 40-jährigen Jubiläum kehrte er nun auch zum goldenen Weihetag nach Unterwössen zurück – für einen Festgottesdienst voller Dankbarkeit. lfl

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