Reit im Winkl – Über die Vergabe von verschiedenen Gewerken bei der „Generationenbrücke“ mit Kindertagesstätten- und Wohnbereich an der Tiroler Straße hat Bürgermeister Matthias Schlechter (CSU) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats unterrichtet. Außerdem ging es beim Tagesordnungspunkt „Bekanntgaben“ um eine Dachsanierung am Festsaal, um die Schaffung eines Containerstandortes zur Obdachlosenunterbringung, um Entschädigungen der Bürgermeister, den Fortschritt der Baumaßnahme Rathausplatz und um das vergangene Bezirksmusikfest.
Undichter
Festsaal
Bei der Generationenbrücke ist nach den Worten des Bürgermeisters die Ausschreibung für die Estricharbeiten erfolgt. Den Auftrag dafür hat die Firma „Bayreuther Estriche GmbH“ aus Ramberg für 162.561 Euro brutto erhalten. Ebenfalls ausgeschrieben wurden die Bodenbeläge für das Bestandsgebäude und den Neubau. Diese Arbeiten wurden an „Engmann Bodenleger, Lossatal Fachbetrieb“ als wirtschaftlichsten Bieter mit einer Auftragssumme von 99.476 Euro vergeben. Die Trockenbauarbeiten für die Decken Alt- und Neubau erhielt die Firma Schmid aus Rosenheim als wirtschaftlichster Bieter mit einer Auftragssumme von 163.370 Euro.
Im Bereich der beiden Quergiebel auf der Ost- und Westseite am Festsaal habe es immer wieder Undichtigkeiten der Dacheindeckung gegeben, so Bürgermeister Schlechter zu einer weiteren Bekanntgabe. Zuletzt kam es zu Wassereintritten im Saal. Grund hierfür sind immer wieder brechende und insbesondere die schräg geschnittenen Dachziegel im Bereich der Kehlrinne sowie die teilweise unebene Dachlattung.
Zur Behebung der Undichtigkeiten wird nun auf der Westseite der Quergiebel mit Prefa-Alu-Bahnenblech neu eingedeckt. Auf der Ostseite ist insbesondere die Verbreiterung der Kehlrinne mittels Kupferblechkeilen geplant. Der Auftrag wurde an die einheimische Firma „Toni Meier GmbH“ gemäß Angebot in Höhe von 17.350 Euro netto vergeben.
Weiter berichtete der Bürgermeister über die Schaffung eines Containerstandortes zur Obdachlosenunterbringung. Bisher diente dafür ein Raum im Schulhaus. Dieser wurde von den Obdachlosen immer wieder erheblich beschädigt.
Neue Unterkunft
für Obdachlose
Da im Gebäude Mieter wohnen, die Mutter-Kind-Gruppe untergebracht ist und im unmittelbaren Umfeld der Schulbetrieb läuft, ist der Standort für eine längere Obdachlosenunterbringung wenig geeignet. Wie in zahlreichen Nachbargemeinden gängige Übung, beabsichtigt die Gemeinde, einen Containerstandort für den Fall einer länger andauernden Obdachlosenunterbringung vorzubereiten.
Infrage kommt hier als Standort die Wendeplatte im Gewerbegebiet. Ein Container wird dort stets nur für die Dauer der Obdachlosenunterbringung angemietet und anschließend wieder entfernt. Der Versorgungsschacht für Wasser und Kanal sowie der Stromanschluss belaufen sich auf rund 22.000 Euro. Den Auftrag für den Versorgungsschacht erhielt die Firma Swietelsky.
Eine weitere Bekanntgabe betraf die Dienstaufwandsentschädigung des Ersten Bürgermeisters und die Entschädigung der weiteren ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Dienstaufwandsentschädigung für den Ersten Bürgermeister wurde in Höhe von 80 Prozent des jeweils gültigen maximalen Rahmenbetrages festgesetzt. Dies entspricht derzeit rund 702 Euro.
Für den Zweiten Bürgermeister wurde eine monatliche Pauschale in Höhe von zwölf Prozent eines ehrenamtlichen Bürgermeisters festgesetzt, was derzeit 685 Euro entspricht. Für die Dritte Bürgermeisterin wurde eine monatliche Pauschale in Höhe von sechs Prozent eines ehrenamtlichen Bürgermeisters festgesetzt, was derzeit 342 Euro entspricht.
Weiter berichtete Bürgermeister Schlechter, dass bei der Baumaßnahme am Rathausplatz bis Ende Juli die Pflasterarbeiten abgeschlossen werden können. Im Anschluss erfolgen die Installation der Beleuchtung und die Fertigstellung des Brunnenbereichs mit Holzhacker sowie eine Wiederbepflanzung zumindest des großen Beetes.
Schließlich blickte Bürgermeister Matthias Schlechter auf das Bezirksmusikfest zurück, in dessen Rahmen Reit im Winkl „wunderbare Festtage“ erlebt habe. Das Bezirksmusikfest 2026 war eine wahrhaft große und gelungene Veranstaltung, auf die wir mit Stolz zurückblicken können. Insbesondere der Festsonntag mit einem beeindruckenden Festumzug habe den Höhepunkt der Veranstaltung gebildet. Was die Musikkapelle auf die Beine gestellt habe, könne man nicht genug loben und größten Respekt ausdrücken. Reit im Winkl habe sich dabei von seiner allerbesten Seite gezeigt. Die vielen freiwilligen Helfer hätten die Musikkapelle mit großem Engagement beim Gelingen dieses Festes unterstützt.
Gelungenes
Bezirksmusikfest
Ihnen allen gelte der herzliche Dank der Gemeinde und der gesamten Bevölkerung. „Sie haben uns dieses wunderbare Fest geschenkt, das noch lange in unserer Erinnerung bleiben wird“, so die Worte des Bürgermeisters. Er schloss mit den Worten: „Unser Dorf durfte einmal mehr zeigen, dass Reit im Winkl ein hervorragender Gastgeber ist, dass wir zusammenhelfen, wenn es darauf ankommt, und dass wir auch gemeinsam feiern können. Das Bezirksmusikfest war eine große und gelungene Veranstaltung, auf die wir mit Stolz zurückblicken können.“