Übersee – Mit vier Freitagsregatten auf dem Chiemsee hat der Segelclub Chiemsee-Feldwies (SCCF) in diesem Jahr eine weitere erfolgreiche Rennsaison absolviert. Wie der SCCF mitteilt, gingen dabei an den vier Freitagnachmittagen durchschnittlich 23 Boote an den Start – vom wendigen Ilca bis zur tonnenschweren Yacht.
Wechselhaftes Wetter und knappe Entscheidungen
Die Startlinie wird dabei zwischen der grünen Untiefentonne in der Feldwieser Bucht und dem Startschiff des SCCF ausgelegt. Je nach Wind werden zwei weitere Tonnen in unterschiedlicher Entfernung dazugelegt. Nach dem Startschuss gilt es, Kurs zu finden, Tonnen zu umrunden und möglichst als Erster ins Ziel zu kommen – der sportliche Teil ist nach etwa einer Stunde meist geschafft. Das Format gehört seit rund vier Jahren fest zum Vereinsleben des Segelclubs Chiemsee-Feldwies.
Das Wetter zeigte sich in diesem Jahr von seiner ganzen Bandbreite: Zweimal herrschten nahezu perfekte Segelbedingungen, zweimal war laut SCCF eher Geduld als Geschwindigkeit gefragt.
Den Tagessieg im letzten Einzelrennen am Freitag (17. Juli) sicherte sich Angela Bader auf ihrer Chiemseeplätte. In der Gesamtwertung aller vier Freitagsregatten setzte sich Gerd Bodenmüller an die Spitze. Die weiteren Podestplätze belegten Henning Dehler und Georg Hangel – beide ebenfalls auf einer Chiemseeplätte unterwegs.
Dass ausgerechnet die Chiemseeplätte die Gesamtwertung dominierte, überrasche Kenner des Sees kaum, so der SCCF. Das traditionelle Holzboot sei seit Generationen perfekt auf die Bedingungen des Chiemsees abgestimmt und beweise immer wieder, dass ein gelungenes Konzept auch nach vielen Jahrzehnten noch mit modernen Kunststoff-Yachten mithalten könne.
Traditionelle Holzboote überzeugen
Zum Abschluss jeder Regatta gehört der „Seglerhock“ – das gemeinsame Beisammensein nach dem Rennen. Ob dieses mindestens genauso wichtig sei wie das Rennen selbst, wollte der Club offiziell „weder bestätigen noch dementieren“.