Pfarrer Klaus Wernberger feiert goldenes Priesterjubiläum in Unterwössen

von Redaktion

Wegbegleiter erinnern an 16 gemeinsame Jahre und die prägnanten Predigten des beliebten Seelsorgers

Unterwössen – Mit Mozarts Spatzenmesse in der Pfarrkirche Sankt Martin, einem Gewehrsalut der Gebirgsschützen und vielen Erinnerungen hat die Pfarrgemeinde St. Martin das goldene Priesterjubiläum ihres früheren Pfarrers Klaus Wernberger begangen. Der 79-jährige Ruhestandspfarrer, der die Gemeinde 16 Jahre lang geprägt hatte, leitete den Festgottesdienst gemeinsam mit Diakon Erik Oberhorner. Unter den Gästen waren Bürgermeister Johannes Weber sowie die Altbürgermeister Hans Haslreiter und Ludwig Entfellner.

In der Lesung hieß es, Gott habe sein Volk gelehrt, „dass der Gerechte menschenfreundlich sein muss“. Passend zum Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen predigte Wernberger über die Geduld Gottes: Da kein Mensch fehlerfrei sei, dürfe man nicht vorschnell urteilen. Auch eine fehlerfreie Kirche könne es auf dieser Welt nicht geben.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor und -orchester mit der Spatzenmesse, deren prägnante Sätze gut zu Wernbergers bekannt kurzem Predigtstil passten. Beim anschließenden Stehempfang im Pfarrheim schossen die Gebirgsschützen einen Ehrensalut. Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Karolin Höglauer erinnerte humorvoll an Wernbergers legendäre Jochbergmesse-Predigt über einen Kuhfladen sowie an seine Kochkünste. „Wir vermissen die kurzen und prägnanten Predigten von Pfarrer Wernberger“, schmunzelte sie und überreichte dem Jubilar, der heute in Prien lebt, einen Restaurantgutschein.

Altbürgermeister Hans Haslreiter blickte auf 16 gemeinsame Amtsjahre zurück. Das Verhältnis zwischen Rathaus und Kirche sei stets harmonisch gewesen: „Wir haben uns gut verstanden und zum Wohle unserer Heimat zusammengeholfen“, betonte er und versicherte dem Jubilar: „Du bist bei uns in Wössen immer willkommen“.

Bürgermeister Johannes Weber erinnerte an seine eigene Ministrantenzeit und lobte die Lebensnähe des Pfarrers, der auch ausgelassene Jugendliche nach den Plattlerproben stets mit Ruhe aufgenommen habe. Er überreichte einen Geschenkkorb der Gemeinde, während Chorleiter Wolfgang Kurfer den Notensatz der Spatzenmesse übergab. Am Ende zeigte sich: Die Verbindung des Seelsorgers zu Unterwössen bleibt auch im Ruhestand lebendig. lfl

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