Neuer Gebäudekomplex eröffnet

von Redaktion

Klinikum Traunstein investiert 54 Millionen Euro

Traunstein – Mit einem Festakt hat die Kliniken Südostbayern AG (KSOB) am vergangenen Freitag (17. Juli) den zweiten Bauabschnitt am Klinikum Traunstein feierlich eröffnet. Wie die KSOB mitteilt, wurden rund 54 Millionen Euro in den neuen Gebäudekomplex investiert. Zahlreiche Gäste aus Politik, Gesundheitswesen und Gesellschaft nahmen an dem Festakt teil, darunter Staatsministerin Michaela Kaniber, welche Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Gesundheitsministerin Judith Gerlach vertrat.

Starke Unterstützung durch den Freistaat

Der Neubau beherbergt künftig unter anderem die Neonatologie, das Perinatalzentrum, die Kinder- und Jugendmedizin, die Kinderintensivmedizin, die Intensivmedizin für Erwachsene sowie die Psychosomatik. Verteilt auf fünf Stockwerke umfasst der Bauabschnitt II 122 Betten und bringt das Klinikum Traunstein auf insgesamt 575 Betten in 321 Ein- und Zweibettzimmern. Die Bruttogrundfläche des Neubaus beträgt 10.218 Quadratmeter. Die Rohbauarbeiten hatten im April 2023 begonnen, die Grundsteinlegung fand am Freitag (23. Juni) 2023 statt – gleichzeitig mit der Einweihung des ersten Bauabschnitts. Die bauliche Fertigstellung erfolgte im Februar 2026, die schrittweise technische Inbetriebnahme läuft seit März 2026. Die vollständige Nutzungsaufnahme mit Patientenversorgung ist ab Herbst 2026 geplant.

Staatsministerin Michaela Kaniber betonte die Bedeutung des Projekts für die regionale Versorgung: „Wenn Kinder krank sind, brauchen Familien vor allem eines: die Gewissheit, dass sie schnell und bestmöglich versorgt werden. Genau dafür steht dieser Neubau. Er schafft moderne Medizin für die Menschen in der Region und gibt Eltern Sicherheit in schwierigen Momenten. Dass der Freistaat dieses wichtige Projekt mit rund 31,5 Millionen Euro unterstützt hat, zeigt: Wir investieren ganz bewusst in eine starke Gesundheitsversorgung – auch außerhalb der großen Städte. Denn gleichwertige Lebensverhältnisse gehören zu unserem Verständnis von Heimat.“

Medizinische Prozesse
optimieren

Gesundheitsministerin Judith Gerlach äußerte sich in einem schriftlichen Statement: „Mit dem Neubau schreitet der Ausbau des Klinikums Traunstein zum Versorgungsschwerpunkt innerhalb des Klinikverbundes Kliniken Südostbayern und der Region weiter voran. Das begrüße ich, denn solche Umstrukturierungen sind auch mit Blick auf die Krankenhausreform des Bundes notwendig. Für die Menschen vor Ort wird dadurch eine Kinder- und Jugendmedizin auf höchstem Niveau sichergestellt. Ich freue mich, dass wir diese wichtigen Baumaßnahmen unterstützen konnten – Bayern bleibt ein verlässlicher Partner der Kliniken und wird auch zukünftig in eine flächendeckende Krankenhausversorgung investieren.“ Der Vorstandsvorsitzende der KSOB, Dr. Uwe Gretscher, hob zur Eröffnung hervor: „Ein Krankenhaus ist weit mehr als ein Gebäude. Für unsere Patientinnen und Patienten zählt in entscheidenden Momenten vor allem eines: Sind wir hier in guten Händen? Diese Frage beantworten wir jeden Tag mit medizinischer Qualität, Menschlichkeit und den Rahmenbedingungen, unter denen unsere Mitarbeitenden arbeiten.“ KSOB-Vorstand Philipp Hämmerle ergänzte: „Mit dem zweiten Bauabschnitt investieren wir nicht nur in moderne Gebäude. Wir investieren in bessere Abläufe, moderne Medizintechnik, attraktive Arbeitsbedingungen und eine Infrastruktur, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.“ Ziel sei es, medizinische Prozesse weiter zu optimieren, kurze Wege zu schaffen und die Voraussetzungen für eine leistungsfähige Patientenversorgung über viele Jahrzehnte zu sichern.

Der zweite Bauabschnitt ist Teil eines langfristigen Modernisierungskonzepts. Das Klinikum Traunstein übernimmt als Schwerpunktversorger zentrale Aufgaben weit über die Landkreisgrenzen hinaus. Ein dritter Bauabschnitt mit einem neuen Zentral-OP, erweiterten diagnostischen Bereichen und zusätzlichen Pflegeeinheiten ist bereits projektiert; der Freistaat Bayern hat dafür rund 57 Millionen Euro zugesagt. Für den ersten Bauabschnitt der Generalsanierung hatte der Freistaat bereits knapp 20 Millionen Euro gefördert. Zur strategischen Weiterentwicklung gehört laut KSOB auch die enge Kooperation mit dem InnKlinikum, die kontinuierlich ausgebaut wird – unter anderem im Bereich der Versorgung von Früh- und Neugeborenen im Rahmen eines gestuften Perinatalzentrums.

Dritter Bauabschnitt
wird vorbereitet

Die Vorstände der KSOB dankten der Bayerischen Staatsregierung für die Förderung sowie allen Planungsbüros, Architekten, ausführenden Unternehmen und Projektbeteiligten. Besonderer Dank galt den Förderern Sternstunden sowie der Eva-Mayr-Stihl-Stiftung, die unter anderem das biodynamische Licht auf den Intensivstationen ermöglicht haben.

Gewürdigt wurde zudem das Engagement der Mitarbeitenden, denen es gelungen sei, die umfangreichen Baumaßnahmen während der gesamten Bauzeit parallel zum laufenden Klinikbetrieb umzusetzen.

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