Nachruf

von Redaktion

Reit im Winkl – Geboren im Tal, gelebt und gearbeitet am Berg, gestorben in der Klinik am See: Dies hat Pfarrer Peter Bergmaier beim Requiem in der Pfarrkirche für den im Alter von 91 Jahren verstorbenen Andreas Hausberger gesagt. Mit dem Tal meinte Pfarrer Peter Bergmaier Reit im Winkl, mit dem Berg die Winklmoos-Alm und mit der Klinik die Romed-Klinik in Prien.

In jungen Jahren habe der Verstorbene den elterlichen, bäuerlichen Feichtlimmer-Hof in Reit im Winkl übernommen. In Winklmoos habe er dann die dazugehörige Alm zu einer Gastwirtschaft ausgebaut und viele Jahre als Wirt zu einem Wohlfühlplatz für zahllose Gäste werden lassen. Im Mittelpunkt seines Lebens sei seine Familie mit den zwei Kindern gestanden. Musikalisch feierlich umrahmt wurde der Gottesdienst von den Rimstinger Sängern.

Bei der Urnenbeisetzung im Friedhof erwiesen die Bläser der Musikkapelle Reit im Winkl und die sich über dem Grab senkende Fahne des Trachtenvereins „Dö Koasawinkla“ dem Verstorbenen die letzte Ehre. Über 70 Jahre sei er ein in hohem Maße verdientes aktives Vereinsmitglied gewesen, sagte dessen Vorsitzender Christoph Bauer.

Dies gelte insbesondere als Mitglied der 1955 ins Leben gerufenen „Reit im Winkler Buam“, später umbenannt in „Reit im Winkler Sänger“. Diese hätten über fast vier Jahrzehnte die Heimatabende und unzählige weitere Vereinsveranstaltungen mit ihrem bodenständigen Gesang bereichert und seien weit über den Ort hinaus bekannt gewesen.

Für all seine Verdienste sei Andreas Hausberger unter anderem mit der Ehrenmitgliedschaft des Vereins und mit der goldenen Gauehrennadel ausgezeichnet worden.

Große Verdienste habe sich der Verstorbene auch um die Almgenossenschaft Winklmoos-Dürrnbach erworben, in der er 40 Jahre als Schriftführer in der Vorstandschaft gewirkt habe, würdigte deren Vorsitzender Alois Speicher in seinem Nachruf. sh

Artikel 1 von 11