Neues Projekt bietet Erholung für Pflegende

von Redaktion

Das innovative Angebot der Ökumenischen Sozialstation in Prien hat einen erfolgreichen Auftakt gefeiert. Die „Zeitinsel“ bietet pflegebedürftigen Menschen einmal im Monat eine Abwechslung und schenkt pflegenden Angehörigen auf diese Weise eine Auszeit.

Prien – Groß war die Resonanz bei der Eröffnung der „Zeitinsel“. Das neue Angebot der Ökumenischen Sozialstation in Prien, das pflegebedürftigen Menschen einmal im Monat abwechslungsreiche Stunden anbietet, in denen die pflegenden Angehörigen eine Auszeit bekommen, hat eine gelungene Premiere gefeiert.

„Ich bin
stolz auf euch“

„Herzlich willkommen“, so begrüßte Beate Bolz, die Leiterin der Ökumenischen Sozialstation Prien, allen voran die Gäste der Zielgruppe dieses MUT-Projekts. „Wir freuen uns, dass Sie gekommen sind, denn was würden wir hier ohne Sie machen!“ Mit „wir“ stellte sie das Ehrenamtlichen-Team um Katrin Markl und Jasmin Pertl vor, die die Leitung der „Zeitinsel“ übernommen hatten.

Unter den Ehrengästen waren auch Regina und Fritz Seipel von der Bürgerhilfe, die den Fahrdienst übernimmt. Ebenso war Pfarrer Mirko Hoppe, sozusagen der Hausherr, anwesend, da die evangelische Kirchengemeinde das Gemeindehaus zur Verfügung stellt. Schließlich war auch Priens Dritte Bürgermeisterin und Sozialreferentin Rosi Hell gekommen.

Mit „Ich bin stolz auf euch“ eröffnete Hell ihr Grußwort. Sie habe durch ihr Engagement in der Bürgerhilfe oft genug gesehen, wie wichtig es sei, dass die Pflegenden eine Auszeit bekommen und die zu Pflegenden einen Tapetenwechsel. Deshalb freue es die Gemeindevertreterin ganz besonders, dass es jetzt mit der „Zeitinsel“ ein solches Angebot in Prien gebe. Ebenso wie ihre Vorrednerin dankte sie den ehrenamtlichen Helfern für ihren Einsatz. Als Anerkennung hatte Rosi Hell aus ihrem Budget 500 Euro als Unterstützung mitgebracht, die Beate Bolz gerne in Empfang nahm. Ohne Spenden wäre die „Zeitinsel“ in dieser Form nicht machbar.

Finanzielle Unterstützung und kirchlicher Segen

Unterstützung gab es auch durch die Landeskirche, die dieses Projekt für drei Jahre mit insgesamt 28.000 Euro bezuschusst. Über die Unterstützung aus München freute sich Pfarrer Mirko Hoppe, ebenso über die Spende eines anonymen Stuhlpaten. Sein besonderer Dank galt aber Beate Bolz für den Mut, dieses Projekt anzupacken und so einwandfrei auf die Füße zu stellen.

Der kirchliche Segen durfte natürlich nicht fehlen, und nachdem Beate Bolz Katrin Pertl symbolisch den Hut als Leiterin der „Zeitinsel“ aufgesetzt hatte, gab es für alle eine Brotzeit. Für die Musik hatten Brigitte Buckl und Maria Rottmayer gesorgt.

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