Gleich sechsmal Spitzennoten von unter 1,3

von Redaktion

An der Maria-Ward-Mädchenrealschule in Traunstein haben 65 Schülerinnen ihre Mittlere Reife gefeiert

Traunstein – Bei strahlendem Sonnenschein hat die Abschlussfeier der Erzbischöflichen Maria-Ward-Mädchenrealschule Traunstein Sparz für die drei Abschlussklassen wieder im Freien unter dem Blätterdach der alten Bäume stattgefunden. Die beiden Absolventinnen mit der Traumnote 1,0 waren Lena Fenninger (10B) und Kim Luft (10C). Weitere sehr gute Absolventinnen mit Notendurchschnitten unter 1,3 waren Johanna Wolfgruber und Magdalena Meier mit einem Schnitt von 1,08, Teresa Moser mit 1,17 sowie Stefanie Waldherr mit 1,23. Auf der Bühne geehrt wurden jeweils die beiden Besten aus einer Klasse. Der Abschlussfeier ging eine feierliche ökumenische Andacht mit Stadtpfarrer Konrad Roider und Pfarrerin Hannah von Schroeders voraus, die die Religionspädagogen Franziska Hofmann, Karin Leitner, Peter Klein und Matthias Kubatko gestalteten, umrahmt von musikalischen Einlagen und Chorgesang.

In seiner Abschiedsrede nahm Schulleiter Günther Miller Bezug auf die Fußballweltmeisterschaften. Heute sei der Finaltag der Absolventinnen nach Jahren des Trainings, der Spielzüge zwischen Hausaufgaben, Projekten, Prüfungen, vielleicht auch Verlängerungen. „Die Zeugnisse sind euer Pokal“, so Miller. Alle hätten ein Ergebnis hingelegt, das jeder Nationalmannschaft zur Ehre gereichen würde.

Besonders freue ihn, wie viele der Mädchen nicht nur mit Noten glänzten, sondern auch mit Persönlichkeit. Denn viele hätten im Klassen- und Schulleben Verantwortung übernommen, Teamgeist und Fairplay gelebt. Das sei die Art von Tabellenführung, die zähle. Das Spielfeld in Sparz habe aber noch eine weitere Dimension, denn „wir sind eine kirchliche Schule“. Bildung verstehe man dort als mehr als Wissensvermittlung, nämlich als Herzensbildung: „Ihr habt gelernt, euch selbst als von Gott gewollt und begabt zu sehen, den Mitmenschen im Blick zu behalten, Schwächere mitzunehmen und nicht nur nach dem schnellen Tor zu jagen, sondern nach dem guten Spiel.“

Drei Dinge gab der Schulleiter den Scheidenden mit auf den weiteren Weg: ihre Kompetenz, ihren Mut und ihren Kompass, denn „christliche Werte sind kein Regelheft zum Abhaken, sondern die Linie, die euch trägt, wenn es hektisch wird“. Der Schulleiter lud die Scheidenden herzlich ein, immer wiederzukommen. „Ihr bleibt ein Teil dieser Schule und wir sind immer interessiert, wie euer Lebensweg weitergeht.“

Auch die Schülersprecherinnen Susanne Niederbuchner und Maria Moser für die 10A, Karola Breitling und Veronika Ebert für die 10B sowie Yilmaz Hava und Sabine Bayer für die 10C blickten in einem kurzen, humorvollen Rückblick auf ihre Schulzeit seit dem Jahr 2020 zurück und erwähnten die ereignisreichen Abschlussfahrten nach Prag und Wien. Sie und die Klassensprecherinnen dankten dem Lehrerkollegium, dem Direktorat, der Verwaltung und den Eltern für die liebevolle und umsichtige Begleitung in den vergangenen Schuljahren und überreichten mit Bedacht ausgesuchte Geschenke an viele Lehrer.

Am Ende des Festakts zeichnete Günther Miller eine ganze Reihe von Schülerinnen jeweils für ihren Einsatz für soziale Projekte der Schule oder die Mitgliedschaft im Schulchor oder im Schulorchester aus. Unterhaltsam und abwechslungsreich war die musikalische Gestaltung der Feier durch viele musizierende und in Gruppen singende Schülerinnen, vorbereitet von den Musiklehrern Margarete Zahnbrecher und Rupert Schmidhuber. Zu Beginn der Feier gab es einen Sektempfang, bei dem die nun ehemaligen Schülerinnen und ihre Eltern den Beginn der Ferienzeit und den neuen Lebensabschnitt feiern konnten. gi

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