Hipp-Stiftung fördert Mobilität

von Redaktion

Der soziale Fahrdienst der Bürgerhilfe Bergen-Vachendorf erhält Unterstützung. Mit einer Spende von 7.500 Euro fördert die Georg-Johannes-Hipp-Stiftung das ehrenamtliche Projekt, das älteren Menschen wichtige Alltagsfahrten ermöglicht.

Bergen – Die Soziale Bürgerhilfe Bergen-Vachendarf mit Andreas Hess als Vorsitzendem kümmert sich um Menschen, die Hilfe benötigen – sei es beim Ausfüllen von Formularen oder bei der Kommunikation mit Behörden und Dienstleistern – und setzt sich bewusst für die Schwachen der Gesellschaft ein. Ein wichtiger Faktor für die Teilhabe ist Mobilität, und da setzt die Bürgerhilfe auf den sozialen Fahrdienst. Hierfür erhielt die Bürgerhilfe für ihren täglichen Fahrdienst eine großzügige Spende von 7.500 Euro von der privaten Georg-Johannes-Hipp-Stiftung.

Erfolgsmodell
dank Ehrenamt

Wolfgang Wick, der im Bürgerbüro unterstützt, erklärte, dass zu den Hilfeleistungen des Vereins auch die Unterstützung bei der Beantragung von Rentenansprüchen, Behindertenausweisen sowie Anträgen auf Grundsicherung gehöre. Man stehe beratend zur Seite.

Die Spende wurde von Monika Hipp, der Ehefrau des 2020 verstorbenen Gründers der Georg-Johannes-Hipp-Stiftung, überreicht. Mit der Stiftung werden mildtätige und gemeinnützige Aktionen gefördert. Seit Januar gibt es nun den sozialen Fahrdienst, und dieser wurde in den vergangenen sechs Monaten über 194-mal in Anspruch genommen. Ein Erfolgsmodell, auch aufgrund der vielen Ehrenamtlichen, die sich engagieren, darunter 24 freiwillige, ehrenamtliche Fahrer, die täglich vormittags unterwegs sind, um Personen, die diese Unterstützung benötigen, zu wichtigen Arztterminen oder zum Einkaufen zu fahren.

Wie Andreas Hess weiter ausführte, übernehmen zudem sechs Personen die Koordination der Fahrten, die angesichts der Fülle nicht einfach zu bewerkstelligen ist. Die Akzeptanz und die Anzahl der Fahrten zeigen deutlich, wie notwendig diese Einrichtung ist. Ein Taxi würde nicht nur ein Vielfaches kosten, sondern wäre zudem für viele unerschwinglich und angesichts eines fehlenden Unternehmens auch nur schwer zu bekommen. Wie Hess erklärte, wissen die meisten Arztpraxen, dass sie Termine vormittags vergeben sollten, damit der Fahrdienst die Beförderung übernehmen kann. Es werden jedoch keine Krankentransporte übernommen, so Hess.

Auf Nachfrage des Stiftungsvorsitzenden der Hess- Stiftung, Peter Schimpf, informierte Hess, dass die meisten Kunden zwischen 70 und 80 Jahre alt seien, es aber auch Fahrten mit jüngeren Personen gebe, deren Familien meist zeitlich bedingt nicht fahren könnten. Hess freute sich, dass der Kreis der ehrenamtlich engagierten Personen so groß sei und zudem ständig wachse.

Die Vorsitzende der Stiftung, Monika Hipp, gratulierte zu der Entscheidung, den sozialen Fahrdienst zu gründen. Das mache Sinn und hätte auch ihrem Mann, der sich für Menschlichkeit einsetzte, gefallen. Sie verglich die Gemeinschaft mit einem Gewölbe, in dem sich die Steine gegenseitig stützen und nur so zusammenhalten. Mit der Unterstützung der Bürgerhilfe Bergen-Vachendorf habe sie ein gutes Gefühl und wisse, dass die Zuwendung richtig und gut eingesetzt werde.

Zum Mitmachen
animieren

Peter Schimpf meinte zudem, dass Hilfsbereitschaft angeschoben werden müsse. Hierfür brauche es engagierte Bürger, Pioniere, die andere zum Mitmachen und zum Engagement motivieren – und die Vorstandschaft des Vereins habe diese Pioniere. Es gebe noch so vieles zu tun in einer Gesellschaft, die immer älter werde, und in einer Zeit, in der soziale Leistungen abgebaut würden. „Wir haben noch viele Ideen“, sagte Andreas Hess voller Tatendrang und gab einige Beispiele, unter anderem die Planung eines Workshops für Senioren zum Umgang mit dem Handy.

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