Grassau – Ein neuer Defibrillator ist auf Initiative von Tom Hagl an der Außenmauer des Rottauer Pfarrhofs am Kirchplatz 3 angebracht worden. Aufgrund der vielen Veranstaltungen im Pfarrheim, am Kirchplatz und bei den Gottesdiensten ist der Standort des Defibrillators gut gewählt. Tom Hagl ist seit 35 Jahren hauptberuflich im Rettungsdienst an der Rettungswache in Grassau tätig, zudem engagiert er sich für die Christlich-Soziale Union (CSU) im Marktgemeinderat.
Der Preis des Defibrillators beträgt 2.250 Euro. Diese Kosten kamen durch Spenden der Rottauer Firmen Feichtlbauer Feinmechanik, Versicherungsbüro Gnadl, Pflaster- und Gartenbau Straßer und der Zimmerei Röthinger sowie eines anonymen Spenders zusammen. Ein Dank ging auch an Pfarrer Andreas Horn, der den Standort des neuen Defibrillators am Pfarrhof erlaubte.
Einfache Bedienung
im Ernstfall
Hagl gab an, wie im Ernstfall vorgegangen werden muss. Als Erstes muss der Notruf 112 abgesetzt werden, danach ist am Gerät der rote Knopf zu drücken, sodass der Kasten den Defibrillator freigibt. Anschließend wird der Deckel aufgeklappt. Das Gerät führt den Ersthelfer per Sprachanweisung durch die Anwendung. Der Defibrillator untersucht sein Vorgehen eigenständig, dabei sind Fehler ausgeschlossen.
Durch die sehr einfache Handhabung kann er von jedem bedient werden, denn im Ernstfall zählt jede Sekunde. Das Helfen ist lebensrettend. Im medizinischen Notfall flimmert der Herzschlag unkontrolliert und kann den Kreislauf nicht mehr aufrechterhalten. Das Gerät erkennt es von selbst und gibt auf dem nackten Brustkorb nur dann einen Stromstoß ab, wenn das Resultat eindeutig ist. Durch eine Herzdruckmassage kann das Herz wieder normal schlagen, und damit wird dem Erkrankten das Leben gerettet. Das Bayerische Rote Kreuz bietet dazu auch Erste-Hilfe-Kurse an.
Das Gerät wurde von Tom Hagl in das „Defikataster“ aufgenommen. Dort werden alle registrierten Defibrillatoren mit Standort unter „definetz-online“ angezeigt.