Flut-Überlebende zeigt Werke am Chiemsee

von Redaktion

Maria Wojcik stellt unter dem Titel „Schöpfung im Spiegel der Heimat“ aus

Gstadt – Im Haus des Gastes in Gstadt am Chiemsee ist eine besondere Foto- und Leinwand-Ausstellung zu sehen, die Naturkunst mit einem persönlichen Lebenszeugnis verbindet. Wie Petra Maria Wojcik mitteilt, präsentiert sie unter dem Titel „Begeisterung für Gottes Schöpfung – Schöpfung im Spiegel der Heimat – Vom Staunen zur Rettung“ vom Donnerstag (10. September) bis Samstag (12. September) ihre Werke im Ausstellungsraum im ersten Stock über der Tourist-Information Gstadt am Seeplatz 5. Der Eintritt ist frei, die Ausstellung ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Im Mittelpunkt der Schau stehen faszinierende Glaskugel-Aufnahmen rund um den Chiemsee sowie abstrakte Leinwände zu den ersten drei Schöpfungstagen. Die Glaskugel verändert dabei den Blickwinkel und wirkt laut Wojcik gleichsam wie ein Einweckglas, das kostbare Momente in der Natur festhält und konserviert. So verbindet die Ausstellung den biblischen Schöpfungsbericht direkt mit der Landschaft des Chiemsees und der umliegenden Berge. Ergänzt wird die Ausstellung durch ein zutiefst persönliches Zeugnis: Wojcik überlebte die Simbacher Flutkatastrophe vom Juni 2016 auf dramatische Weise. Während das Wasser bereits in ihr Fahrzeug lief, brach auf ein Stoßgebet hin rechts eine kleine Brücke weg. Für den Bruchteil einer Sekunde schwappte das Wasser zur Seite, der Fluchtweg wurde kurzzeitig frei – sie konnte mit dem Auto entkommen, bevor sich die Wassermassen hinter ihr wieder schlossen.

Dieses Erlebnis von Todesangst und Rettung hat Wojcik auf einer eigens dafür geschaffenen Leinwand festgehalten und musikalisch verarbeitet. Die komponierten Lieder sind vor Ort per QR-Code über das Smartphone abrufbar. Die Audio-Aufnahmen entstanden in enger Zusammenarbeit mit der Musikerin Monika Bahr-Sotero, die die Stücke mit Gitarre und Gesang begleitet. Über einen QR-Code können Besucher das Lied „Where the water is deep, you are here and rescue me“ direkt vor Ort hören.

Darüber hinaus lädt die Ausstellung ausdrücklich zum Mitmachen ein: Auf einer großen Feedback-Leinwand mit der vorskizzierten Hand Gottes können Besucher eigene Gedanken, Dankesworte oder persönliche Momente der Bewahrung auf Kärtchen festhalten. Besucher werden gebeten, Smartphone und eigene Kopfhörer für das Audio-Erlebnis mitzubringen.

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