Ruhpolding/Siegsdorf/ Traunstein – Noch zwei Wochen, dann beginnt die Runderneuerung der Zugtrasse zwischen Traunstein und Ruhpolding: Von 1. September bis 9. November wird die Südostbayernbahn die Strecke modernisieren. Der Abschnitt zwischen Siegsdorf und Ruhpolding wird dabei während der gesamten zehn Wochen komplett gesperrt sein. Die Strecke zwischen Siegsdorf und Traunstein trifft es „nur“ vom 1. bis 14. September, sowie vom 30. Oktober bis 9. November. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wird eingerichtet. Aber: Teils wird auch der durchgängige Straßenverkehr zwischen Siegsdorf und Ruhpolding lahmgelegt. An 19 Tagen wird der Bahnübergang in Eisenärzt gesperrt: laut Bahn am 10. September, einem Donnerstag, sowie durchgängig vom 19. Oktober bis 5. November. Eine Anordnung des Landratsamtes, wie der Verkehr dann umgeleitet wird, gibt es laut Christian Rehm, dem Leiter des Staatlichen Bauamts, noch nicht. „Auch eine Anhörung mit Beteiligung der Polizei und den Straßenbaulastträgern wurde bis dato noch nicht durchgeführt“, so Rehm gegenüber chiemgau24.de.
Die einzige Möglichkeit dürfte es aber sein, Autofahrer von Traunstein kommend über Inzell (B306) und den Froschsee (B305) nach Ruhpolding zu schicken. Statt jetzt 15 Kilometern bei 18 Minuten Fahrzeit über Eisenärzt wären es dann gut 30 Kilometer bei 35 Minuten. Die Fahrzeiten der Schienenersatzbusse dürften dabei nochmal etwas höher liegen. Überhaupt scheint es noch Unstimmigkeiten über den ersten Tag des gesperrten Bahnübergangs in Eisenärzt zu geben. Laut Bahn erstmals am 10. September – Annette Luckner von der Bayerischen Regiobahn, der Betreiberin der Strecke, sagt dagegen: „Nach unseren Informationen wird dieser erst nach dem 14. September gesperrt.“ Gearbeitet wird aber auch an allen weiteren Bahnübergängen zwischen Siegsdorf und Ruhpolding. Zumindest für den Bahnübergang an der Ruhpoldinger Straße in Siegsdorf steht die Vollsperrung für den Straßenverkehr bereits jetzt fest: vom 10. September bis 8. Oktober. Sieben weitere Bahnübergänge, die weniger stark frequentiert sind, müssen während der Bauzeit zeitweise, an einzelnen Tagen je nach Arbeitsfortschritt und Art der Arbeiten, für bis zu sechs Stunden gesperrt werden.
Für die ersten beiden Baustellenwochen bis zum 14. September hat die Bayerische Regiobahn (BRB) bereits einen Ersatzfahrplan veröffentlicht. Demnach soll zumindest eine der drei täglichen Zugverbindungen, die vor 8 Uhr in der Früh in Traunstein ankommen, gehalten werden können. Das gleiche gilt für die ersten drei täglichen Zugverbindungen am frühen Morgen in Richtung Ruhpolding. Der Rest wird mit Bussen abgedeckt. Zur Fahrtdauer der Busse gibt es aber noch keine konkrete Auskunft. Es heißt lediglich: „Busse fahren zum Teil erheblich früher/später ab bzw. kommen früher/später an als die Züge im Standardfahrplan.“ Die Schüler sind davon noch nicht betroffen, denn der erste Schultag fällt auf den 15. September. Für diesen Zeitraum gibt es von der BRB noch keinen Ersatzfahrplan.
Wegen der lauten Arbeiten wird es auch die Anwohner treffen, allen voran zwischen Siegsdorf und Ruhpolding. „Zu den lärmintensivsten Arbeiten gehören die Durchfahrt der Bettungsreinigungsmaschine, das Einschottern per Bahnwagen und die maschinellen Stopfarbeiten“, so eine Sprecherin der Bahn gegenüber unserer Zeitung. Laut der Pressemitteilung der Bahn wird auch nachts gearbeitet.
Für Fragen steht die Südostbayernbahn telefonisch zur Verfügung (08631/ 609333, Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr, Freitag von 9 bis 14 Uhr) oder per E-Mail: sob-kundendialog@deutschebahn.com.