Reit im Winkl – Bei der Bushaltestelle auf der Winklmoos-Alm muss die Dacheindeckung erneuert werden. Darüber und über die dazu erfolgte Auftragsvergabe informierte Bürgermeister Matthias Schlechter (CSU) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Beim Tagesordnungspunkt „Bekanntgaben von Beschlüssen, deren Geheimhaltungsgründe inzwischen entfallen sind“ ging es außerdem um die Vergabe der Elektroleistungen für die „Generationenbrücke“ mit Kindertagesstätte (Kita) und Wohnen.
Blechdach für
die Bushaltestelle
Das aus dem Jahr 1956 stammende Gebäude der Bushaltestelle Winklmoos, einst als Garage und Unterstellraum errichtet, wurde 1999 erweitert. Die Toiletten im Gebäude wurden 2020 saniert, sodass es sich mit Ausnahme des Daches in einem guten Zustand befindet, erläuterte der Bürgermeister. Beschlossen wurde seinen weiteren Ausführungen zufolge, die bestehende Dacheindeckung aus Bitumen-Dachpappe durch eine Prefa-Aluminium-Bahnenblech-Eindeckung zu ersetzen. Die Maßnahme wurde ausgeschrieben. Die Firma Konstantin Loferer hat den Auftrag als wirtschaftlichster Bieter mit einer Auftragssumme von 18.311 Euro netto erhalten.
EU-weit wurden die Elektroleistungen der sich an der Tiroler Straße im Bau befindenden Generationenbrücke ausgeschrieben, berichtete Bürgermeister Schlechter bei einer weiteren Bekanntgabe. Die 2024 vom damaligen Planer angenommenen Elektrokosten lagen bei 645.000 Euro. In der Folge hat sich jedoch gezeigt, dass die Planung in andere Hände gelegt werden musste.
Die Planungsleistungen wurden erneut ausgeschrieben und an das Planungsbüro Neubauer vergeben. Unter Berücksichtigung der rechtlichen Anforderungen an Technik und Brandschutz ergab die Kostenberechnung eine Summe von 1.269.000 Euro. Bei der EU-weiten Ausschreibung wurde dem wirtschaftlichsten Bieter, der Firma Guggemos aus Passau, der Auftrag mit 1.445.000 Euro erteilt.
Exponierte Lage
lässt Kosten steigen
Die Differenz zur Kostenberechnung wird nach den Worten von Bürgermeister Matthias Schlechter auf mehrere Ursachen zurückgeführt, insbesondere auf die exponierte Lage der Baustelle mit langen An- und Abfahrten bei gestiegenen Spritkosten, gestiegene Materialpreise und die allgemeinen Preissteigerungen. Allerdings seien Einsparungen im Bereich des Brandschutzes durch zugesagte Erleichterungen zu erwarten, sodass sich die Schlussrechnungssumme für die Elektroarbeiten wieder der Kostenberechnung nähern solle.