Wohin mit den Bergen an Hackschnitzel? Wegen des Borkenkäfers musste im Sommer viel Holz aus dem Wald geschafft werden und dann, nach dem Sturm im August noch mehr Holz und so kam so viel Hackschnitzelmaterial zusammen und die Waldbauernereinigung (WBV) musste neue Lagerplätze suchen. Einer ist in Haag der Volksfestplatz.
Wasserburg – Der größte Hackschnitzellagerplatz des WBV Wasserburg-Haag ist in Ostermühle in der Gemeinde Eiselfing bei der Firma Hälbich, mit der der WBV zuammenarbeitet. „Letztes Jahr hat dieser Platz noch gereicht, dass wir wie dieses Jahr weiteren Lagerplatz suchen müssen, hat es noch nie gegeben“, sagt Tristan Scharf von der WBV-Geschäftsstelle in Asham. Da man das Material nicht weit weg fahren wollte, gab es Anfragen des WBV sowohl bei Privat wie auch bei Gemeinden. So zum Beispiel in Soyen. Dort bot die Gemeinde den Parkplatz bei Kirchreith an der alten B 15 an, der WBV bedankte sich, winkte aber ab, „die brauchen ganz Größendimensionen“, berichtete der Soyener Bürgermeister Karl Fischberger jüngst dem Gemeinderat. Der Haager Volksfestplatz entsprach schon eher der Größe, die für die angefallene Hackschnitzelmenge benötigt wird. Das Gründstück gehört einem Landwirt. Hoffen auf viel Nachfrage im Winter Der Preis sei schon im Sommer unter Druck gewesen, erzählt Tristan Scharf, „das geht schnell, wenn viel anfällt“. Zwei Wochen Zeit bleibt, um vom Borkenkäfer befallenes Holz aus dem Wald zu bringen. Er erzählt von anderen Waldbauernvereinigungen, die nichts mehr ausbezahlen können, weil nach Abzug der Aufarbeitungskosten nichts mehr über bleibt. Der WBV Wasserburg-Haag habe durchgehalten, zahle weiter aus, allerdings sei der Preis im Keller, „jetzt hoffen wir, dass im Winter viel Hackschnitzel gebraucht werden“. Auch bei den Staatsforsten sei die Marklage angespannt, weil man sehr hohe Mengen zu vermarkten habe, so Dr. Heinz Utschig. Für die Lagerung der großen Hackschnitzelmengen sieht es aber bei den Staatsforsten anders aus. Der Betrriebsleiter des Wasserburger Forstamt verweist einmal auf langfristige Verträge mit großen Kunden wie etwa den Heizkraftwerken in Altötting, die immer eine bestimmte Menge abnehmen. „Wir haben auch Pufferlager für das Käferholz und damit nicht den Zwang, dieses Holz in zwei Wochen zu verarbeiten“.