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Dach für Parkhaus kommt

von Redaktion

Wasserburg – Was lange währt: Das Parkhaus südlich der Innbrücke bekommt eine neue Überdachung. Dadurch wird es nach gut zwei Jahrzehnten künftig nicht mehr nötig sein, das oberste Geschoss im Winter bei Eis und Schnee zu sperren. Alle Parkplätze sind so das ganze Jahr über zu nutzen.

Seit dem gestrigen Montag wird die neue Dachkonstruktion für das Parkhaus Kellerstraße angeliefert und montiert. Mit einem großen Autokran werden hierfür die Stahlträger von Lkws auf das Dachgeschoss gehoben. Der Kran wird sehr viel Platz in der Kellerstraße benötigen. Da die Montage zeitversetzt erfolgt, wechselt der Kran drei Mal seinen Standort. Die Zufahrt zum Parkhaus ist aber jederzeit offen. Im ersten und zweiten Obergeschoss sind laut Bauamt einige Stellplätze für die Mieter der Garagen reserviert, da diese wegen des Krans phasenweise nicht zu erreichen sind. Die Belagsanierungsarbeiten im Parkhaus Kellerstraße, die in den letzten Wochen immer wieder für Parkplatzknappheit sorgten, sind komplett abgeschlossen. „Da kommt nichts mehr nach“ heißt es aus dem Bauamt. Der Zugang zu den Büros, Arztpraxen und Wohnungen in den Vorbauten ist zeitweise nur über den Treppenhauszugang durch das Parkhaus möglich, aber jederzeit gewährleistet. Auswirkungen haben die Montagearbeiten für die Dachkonstruktion auch auf den Zugang zum Stadtarchiv. Das wird ab 2. November nur indirekt über das Parkhaus zugänglich sein. Hierzu durch das Erdgeschoss bis zum östlichen Gebäudeende gehen. Von hier ist der Eingang ums Haus herum zu erreichen. Die Stahlbauarbeiten für die Montage der Dachdeckung werden voraussichtlich bis 10. November dauern. Dabei kann es nochmals zu kurzzeitigen Sperrungen und Behinderungen kommen. Wann, das hängt vor allem vom Wetter ab, ist deswegen jetzt noch nicht festzulegen. Sind die Stahlbauarbeiten abgeschlossen, kommt noch das Trapezblech aufs Dach. Dazu muss voraussichtlich Mitte Dezember noch einmal ein Kran aufgestellt werden. Parallel sind laut Stadtbauamt noch die Elektroarbeiten für Beleuchtung und Brandmeldeanlage, Restarbeiten sowie die erforderlichen Sachverständigenabnahmen auszuführen. Dann könnte das oberste Parkdeck geöffnet werden. „Sportliches“ Ziel wohl erreicht Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann hatte bei der Haushaltsberatung im Januar das sportliche Ziel ausgegeben, die Überdachung des Parkhauses in diesem Jahr zu erledigen. Das könnte eng werden. Derzeit geht das Stadtbauamt zwar von der Fertigstellung bis zum Jahresende aus. Ein paar Restarbeiten bleiben aber noch, deswegen ist die Inbetriebnahme Mitte Januar vorgesehen – ein wenig Puffer ist bei Projekten dieser Größenordnung immer eingeplant. 1,5 Millionen Euro war die ursprüngliche Kostenschätzung für das Parkhausdach und die Glasfront vor dem bisher offenen Treppenhaus. Es wird wohl weniger werden. Bisher ist eine knappe Million Euro ausgegeben oder verplant, das Treppenhaus wird mit 75 000 Euro auch günstiger als gedacht und die noch anfallenden Kosten sind nicht mehr groß. Die Treppe, bei Regen oder Schnee unglaublich glatt, bleibt noch einen Winter lang eine Gefahrenquelle: Die neue Fassade kommt im ersten Quartal 2018.

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