Gars – Nach siebenjähriger Planungsphase und gut einem Jahr Bauzeit wurde die neue Grundschule in Gars eingeweiht. Die Verantwortlichen aus Gemeinde und Bauwirtschaft sowie die ganze Schulfamilie feierten die erfolgreiche Fertigstellung eines neuen, kindgerechten Schulgebäudes. Schüler und Lehrer eröffneten den Festakt mit musikalischen Darbietungen. Mehrere Festredner schlossen sich an und würdigten ausnahmslos die geregelten und harmonisch abgelaufenen Bauarbeiten, bei denen von keiner Seite „ein böses Wort“ gefallen sei, so Bürgermeister Norbert Strahllechner. Er bedankte sich bei Gemeinderat und Grundschulverband für die planerischen Weichenstellungen, bei der Regierung, die zu den 3,2 Millionen Euro Baukosten 1,2 Millionen Euro beigesteuert habe, beim Architekten Stefan Hajek, bei den Fachingenieuren und den ausführenden Firmen für solide und termingerechte Arbeit. Zufrieden zeigte er sich mit der Entscheidung, die Grundschule nicht auf dem alten Areal neu zu bauen, sondern im östlichen Bereich der Mittelschule, eine Idee, die aus dem Lehrerkollegium gekommen sei. Schulamtsdirektor Hans Wax schloss sich in seinem Grußwort Martin Luther an, der gesagt habe, dass es „dem Land wohl gehe, wenn die Schulen zunehmen“. Er lobte die vorausschauende Schulpolitik der Gemeinde, die auch hohe Kosten nicht gescheut habe. Schließlich habe ja schon John F. Kennedy gesagt, dass auf Dauer nur eines teurer sei als Bildung: keine Bildung. Rektor Wolfgang Egger gab seiner Genugtuung über die nun gelungene Wiedervereinigung der Schulen Ausdruck: „Gut Ding will Weile haben, wir haben’s geschafft“, die Geduld habe sich für alle gelohnt, so Egger. Einig war er sich in seiner Rede mit Architekt Stefan Hajek, der sich bei allen am Bau Beteiligten bedankte und ausdrücklich die keineswegs selbstverständliche gute und ruhige Zusammenarbeit hervorhob. Die Segnung des Gebäudes und der Klassenzimmer durch Dekan Pater Ulrich Bednara schloss sich an, zugleich konnten die Festgäste auch die hellen, modernen Räumlichkeiten in Augenschein nehmen. Eingeleitet durch fröhliche Lieder des Grundschulchors fand am Nachmittag für Schüler, Eltern und interessierte Öffentlichkeit ein Tag der offenen Tür statt. Workshops in Klassenzimmern, Spiele in der Turnhalle und gute Bewirtung durch den Elternbeirat sorgten dafür, dass die ganze Schulfamilie bestens unterhalten wurde. Und das sagten Verantwortliche über diese jüngste Maßnahme auf dem Schulsektor: Wolfgang Egger, Rektor: Für ganz wichtig halte ich es, dass jetzt beide Schulen unter einem Dach sind, das bedeutet eine riesige organisatorische Erleichterung, die allen zugute kommt. Die Schüler können im neuen Gebäude unter modernsten Bedingungen unterrichtet werden. Alle Anforderungen baulicher und verkehrstechnischer Art können jetzt erfüllt werden und auch der notwendige Brandschutz ist jetzt gewährleistet. Regina Hornig, Konrektorin: Dass es jetzt ein gemeinsames Lehrerzimmer gibt, hat große Vorteile: Die Kollegen sind nicht mehr auseinanderdividiert, lernen sich besser kennen und können besser zusammenarbeiten. Das kommt auch den Kindern zugute. Wir freuen uns auch auf den schönen, kindgerecht angelegten Pausenplatz, wo jetzt ein Trampolin für die Schüler steht. Pädagogisch bedeutsam ist auch, dass sich Grund- und Mittelschüler gemeinsam dort aufhalten und dass damit ein problemloses „Miteinander“ möglich wird. Norbert Strahllechner, Bürgermeister: Besonders begrüße ich, dass neue Grundschule und die Mittelschule jetzt eine natürliche Einheit, die neue Volksschule, bilden. Ein sehr guter Nebeneffekt ist auch, dass im alten Grundschulgebäude Räumlichkeiten frei wurden, die gut genutzt werden können, auch durch das Kinderhaus St. Antonius. Dessen angespannte Raumsituation wurde damit entschärft und eine verkehrstechnische Verbesserung haben wir auch erreicht.