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Hochbetrieb in den Ferien

von Redaktion

Wasserburg – Es sind Ferien, in der Schule herrscht Grabesruhe. In mancher Schule vielleicht, im Luitpold-Gymnasium nicht: Da sind die Handwerker schwer aktiv. „Der Landkreis nimmt viel Geld in die Hand, um kräftig zu sanieren“, sagt Oberstudiendirektor Peter Rink, Chef des Gymnasiums. Derzeit immer wieder Thema, wenn saniert wird: Der Brandschutz. Es bestand die Gefahr, dass das schöne Treppenhaus im denkmalgeschützten Altbau komplett hätte verglast werden müssen. Für den Schulleiter eine Horrorvorstellung. Es fand sich eine andere Lösung: Alle Klassenzimmer, von denen nicht direkt ein zweites Treppenhaus erreicht werden kann, wurden über „Bypass“-Türen miteinander verbunden. So könnten die Gymnasiasten im Brandfall durch die Klassenzimmer bis zum nächsten Treppenhaus laufen. Zwei Bypass-Türen fehlen noch, die werden jetzt in den Ferien eingebaut. Auch an den Sanitäranlagen wird gewerkelt. Diese werden in drei Etappen erneuert. Im Neubau ist dies nach den Herbstferien abgeschlossen, im Altbau wird gerade gefliest. Der Mittelbau ist im kommenden Frühjahr dran. Kaum ist der fertig, geht es an die größte Baustelle: Die große Aula wird komplett saniert und umgebaut. Das dauert, so Rink, voraussichtlich von Pfingsten 2018 bis Pfingsten 2019, das heißt, das Erdgeschoss des Neubaus ist ein Jahr lang lahmgelegt. Der Kunstsaal, direkt neben dem Pausenverkauf, ist von außen zu erreichen. Der Musiksaal fällt weg, wird der Aula zugeschlagen, der Pausenverkauf zieht für die Zeit des Umbaus in die Mensa um. Noch nicht endgültig geklärt ist der Verbleib des Schulradios, Rink kann sich einen Umzug in die kleine Aula durchaus vorstellen. Denn in der großen Aula geht dann gar nichts mehr. Die unschöne Decke kommt raus, die Bühne – auf die die Sicht durch einen Pfeiler eingeschränkt ist – fliegt ebenfalls raus. Die wie ein Amphitheater gestalteten Stufen bleiben vermutlich zumindest zum Teil erhalten, werden zur reinen Sitzgelegenheit. Denn die neue Bühne wird erstens mobil gestaltet und zweitens ihren Platz in Richtung der Hartplätze der Schule finden. „Wenn alles saniert ist“, so Peter Rink, „dann hat der Landkreis rund fünf Millionen Euro ausgegeben.“

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