Grassau – Spitzenkletterer Martin Tekles ist weiterhin auf Erfolgskurs. Bei den beiden Kletter-Weltcups in China erzielte der 26-jährige Grassauer die bislang besten Resultate seiner internationalen Laufbahn. ekles ist Mitglied der Alpenvereinseektion Achental und wurde von der Gemeinde bereits 2011 für seine außerordentlichen sportlichen Leistungen geehrt. Zum Saisonende war er in Topform. Mit seinen konstant guten Leistungen bei den ersten Weltcup-Stopps hatte er sich für die Weltcups in Asien empfohlen. Es war ihm gelungen, bei den ersten fünf internationalen Wettkämpfen der Saison jeweils viermal in das Semifinale der letzten 26 Athleten zu kommen; er platzierte sich auf den Rängen 23, 24, 26, 20. Es war kein leichtes Unterfangen, denn das Feld der Athleten, so sagt er, habe sich stark verbesser, die Sportler hätten sich immer mehr angeglichen. Ein Grund hierfür sei, dass Klettern 2020 eine olympische Disziplin ist. Mit den Erfolgen hatte sich Tekles für die Weltcups am 7. und 8. Oktober in Wujiang (rund 100 Kilometer von Shanghai entfernt) und am 14. und 15. Oktober in Xiamen qualifiziert. Für europäische Athleten, so berichtet er, stellen Wettkämpfe in China eine besondere Herausforderung dar. Wegen der Zeitverschiebung, dem ungewohnten Essen, vor allem aber wegen des Klimas. Wie Martin Tekles berichtet, herrschten bei den Wettkämpfen, die im Freien ausgetragen wurden, Temperaturen von bis zu 35 Grad und eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit. Trotzdem kletterte sich der Grassauer in Wujiang unter einem sehr starken internationalen Teilnehmerfeld bis auf den neunten Platz – seine bisher persönliche Bestleistung. Nach nur einer Woche Pause, die der Athlet für verschiedene Trainings in Shanghai nützte, ging es in das 1000 Kilometer weiter südlich gelegene Xiamen. Wegen Starkregen und Windböen mit bis zu 100 Stundenkilometern musste das Semifinale mehrfach unterbrochen werden. Tekles kam jedoch mit den widrigen Bedingungen gut zurecht und holte sich den 13. Platz. In China kämpfte sich der 26-Jährige bis in die Weltelite vor. Einen besseren Saisonabschluss konnte er sich nicht wünschen. Sein nächstes Ziel ist die Kletterweltmeisterschaft in Innsbruck im September 2018, aber auch Olympia 2020 hat er fest im Blick. tb