Rimsting – Protest kam in der Bürgerversammlung darüber auf, dass das Landratsamt Rosenheim keinen Geh- und Radweg entlang der Kreisstraßevon Rimsting zum Langbürgner- und Stettner See errichten will (wir berichteten). Weiteren Gesprächsbedarf über Problemfelder gab es in der ruhig und sachlich verlaufenden und zudem sehr gut besuchten Bürgerversammlung im Gemeindehaus Greimharting nicht. Für die Rimstinger und Greimhartinger, so scheint es, ist in der Gemeinde alles in Ordnung. Zwei Bürger beklagten das jüngst eingegangene Schreiben des Landratsamtes, dass ein Geh- und Radweg zum Langbürgner- und Stettner See aus Naturschutzgründen jetzt und auch in Zukunft ausgeschlossen sei. Unbedingt erforderlich, so Balthasar Heindl, sei ein Geh- und Radweg entlang der viel befahrenen und kurvenreichen Strecke. „Was ist wichtiger – Natur- oder Menschenschutz?“, fragte er und appellierte an die Gemeinde, nicht locker zu lassen und die Baumaßnahme aus Gründen der Verkehrssicherheit immer wieder zu beantragen. Heinrich Steinberger ist der Meinung, dass es ohne Einschaltung „der großen Politik“ wohl keine Chance auf den Geh- und Radweg gibt. „Die Untere Naturschutzbehörde beim Landratsamt Rosenheim ist keinen Schuss Pulver wert“, äußerte Steinberger seine Ansicht. Bürgermeister Josef Mayer hatte in seinen Ausführungen über die endgültige Absage für den Radweg berichtet. Ind er Diskussion versprach er: „Wir werden die Angelegenheit im Gemeinderat nochmals bearbeiten.“ Er habe, so ergänzte er, bereits an „höherer Stelle“ wegen der Maßnahme interveniert, aber auch dort kein Gehör gefunden. Der zuständige Baudirektor habe ihm erklärt, dass es im dortigen Naturschutzgebiet einen schützenwerten Buchenwaldbestand und eine Fledermauskolonie gibt. Anfreunden – wenn auch mit Skepsis – so Mayer, könne sich die Behörde damit, dass auch in Zukunft entlang der Kreisstraße und des Langbürger Sees geparkt werden darf. „Diese Möglichkeit lassen wir und auf keinen Fall auch noch verbieten“, so Mayer. Zweiter Bürgermeister Andi Fenzl dankte Mayer im Namen des Gemeinderats für seinen Einsatz. „Er hat sich mit Herzblut und Engagement für die Gemeinde eingesetzt“, so Fenzl. Einen Dank für den Bürgermeister gab es auch vom Vorsitzenden des Greimhartinger Trachtenvereins, Christian Fischer, für die Unterstützung beim Jubiläum. Die Bewirtung während der Bürgerversammlung hatte der Trachtenverein Greimharting übernommen, die Brezen hatte die Gemeinde gestiftet. th