Ampfing – Er ist etwa 640 Kilogramm schwer, 2,40 Meter hoch und aus Bronze: der Schweppermann, der vor der Ampfinger Mittelschule an der Schweppermannstraße steht. Am Freitag wurde die Statue feierlich enthüllt – und damit der Schlusspunkt eines Teiles der Ortskernsanierung gefeiert. Im August 2015 hatten die Arbeiten auf Höhe des Rathauses in der Schweppermannstraße begonnen: Sichtbar wurden in den folgenden Monaten besonders die Veränderungen an den Gehwegen, die breiter sind als zuvor und gepflastert wurden, der Straße oder die neue Ampelanlage. Auch Teile der Mittelschule wurden verändert. Im Hinter- oder vielmehr Untergrund wurden seither Leerrohre verlegt, in die jederzeit Glasfaserkabel verlegt werden können, Trinkwasserleitungen wurden verlegt. Autofahrer mussten immer wieder Umwege in Kauf nehmen, weil die Straße nicht befahrbar war. Nun aber sei dieser Teil der Ortskernsanierung fertig, sagte Bürgermeister Ottmar Wimmer. Es sei ein besonderer Anlass. Das Gemeindeoberhaupt bedankte sich bei allen Firmen, die an den Arbeiten beteiligt waren, bei den Behörden, die in die Planung involviert waren, den Mitarbeitern der Gemeinde und den Anwohnern. Ursprünglich habe man mit 1,4 Millionen Euro Kosten gerechnet. Letzten Endes liegen die Kosten bei 1,8 Millionen Euro. Rund 840 000 Euro würden über die Städtebauförderung finanziert. Barrierefreiheit war bei der Neugestaltung ein wichtiges Thema, sagte das Gemeindeoberhaupt. Ampfing beschäftige sich schon seit den 1980er- Jahren immer wieder mit Maßnahmen im Zuge der Städtebauförderung. Wimmer befand in Bezug auf bisherige Maßnahmen: „Das hat sich rentiert.“ Entlang der Schweppermannstraße gibt es auf beiden Seiten auch Bänke, quasi einen kleinen Platz zum Verweilen. Auf der Straßenseite, auf der die Mittelschule liegt, wurden außerdem die beiden sogenannten Schweppermann-Eier aus Stein neu aufgestellt. Sie standen zuvor am nördlichen Ortseingang. Auf dem dahinter liegenden Parkplatz der Mittelschule gibt es zudem eine Tankstelle für Elektroautos. Neu dazu im Zuge der Ortskernsanierung kommt auch eine Bronze-Plastik des Feldherrn Seyfried Schweppermann (siehe Kasten). Geschaffen hat sie Bildhauer Wilhelm Zimmer aus Schonstett – inspiriert von dem Aussehen des Mannes der den Feldherren 1988 bei den Feierlichkeiten zur 1200-Jahr-Feier Ampfings spielte: Sepp Bettstetter. „Die Gemeinde identifiziert sich mit dem Schweppermann“, sagte Bürgermeister Ottmar Wimmer, dieser sei ein „Kulturgut“ für Ampfing. Pfarrerin Gundi Krischok und Pfarrer Martin Ringhof erteilten der Straße den kirchlichen Segen. Beide wünschten sich, sie möge Menschen miteinander verbinden. Pfarrer Ringhof sagte vor der Segnung, er freue sich persönlich sehr darüber, dass die Schweppermannstraße wieder befahrbar sei – denn mit Ausnahme der Ampfinger Pfarrkirche seien alle Kirchen, die er betreue, über die Schweppermannstraße zu erreichen.