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Mundwerkpreis für Alois Unertl

von Redaktion

Haag – Bei einem „bayerischen Abends“ verlieh der „Förderverein für Bairische Sprache und Dialekt“ des Landschaftsverband sInn-Isar den Mundwerkpreis 2017 dem Haager Brauhauschef Alois Unertl. Dazu spielten im Saal des Haagers „Hofcafés“ Musikanten chte Volksmusik auf und trugen Sänger wie Dichter „bairische Gschichtn“ vor. „Lustig, deftig, hinterkinftig“ waren die Texte formuliert., schmissig und routiniert spielte die „Duanix Blosmusi“ mit Kontrabass, Ziehharmonika, Posaune und Gitarre auf und der „Haager Viergesang“, der zu diesem Anlass auch das „Unertl-Lied“ vortrug, reimte: „Es muaß a Sonntog gwesn sei, wia unsa Hooga Land entstandn is.“ Barbara Glück lud das Publikum zum Gemeinschaftssingen ein, denn „de griabign Leith ham am Singa a Freid“. In Gedichtform nahm Vorsitzender Manfred Trautmann vom Förderverein auch die Verleihung des Förderpreises vor. „A Mannsbuid“ sei heuer dran, einer, der „boarisch guat schmatzt, dass d’Sprach weiter bsteht und net zum Deife geht“. Aber, so Trauauch einer, der auch noch seinen Namenstag feiere und dem Förderverein „spendenmassig entgegenkommt, rundum, einer, der ein Vorbild sein kann, also Alois Unertl“. Laudator Sebastian Freisinger fragte generell, ob bayerischer Dialekt in eine globale Welt passe. Das sei zu bejahen schon auf Grund der Bedeutung „boarischer Kuchl und Bier“. Dagegen stellte er aber fest, dass immer weniger Dialekt sprächen. Er selber, so Friesinger, sei überzeugt, das Bayerische habe große Zukunft in der internationalen Welt. Über Alois Unertl wusste er, dass er schon als Bub in bayerische Wirtshäuser und Dialekt hineingeboren worden sei: „Der hot imma boarisch gredt.“ Das habe er auch seinen Kindern weitergegeben. Lobenswert fand Freisinger an Alois Unertl, dass er seinen Namenstag feiere und so verdiene er die Auszeichnung mit dem heurigen Mundwerkpreis. „I bin total überwältigt“, so der neue Preisträger Alois Unertl. Und schon ging es „boarisch“ weiter mit Liedern wie „Sei kein Frosch, gib net auf!“ von Hermann Bogenrieder, Gedichten über biblische Persönlichkeiten wie „Judas, dem Patron der Börsenmakler“ und Noah, der dummerweise auch die Stechmücken auf seiner Arche rettete. Ein Dank galt Organisator Hans Urban. Und Gastronom Matthias Bachmeier vom „Hofcafe“ wertete als sehr positiv, dass einmal ein voller Abend der bayerischen Sprache gewidmet worden sei. Dann stimmte auch schon die „Duanix Blosmusi“ den „Außeschmeißa“ an, doch die „Hockableiba“ durften weiterratschen.

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