landkreis Mühldorf

Weitere Flüchtlinge

von Redaktion

Mühldorf – Die Unterbringung von 67 zusätzlichen Flüchtlingen in der Gemeinschaftsunterkunft (GU) am Stadtwall beginnt in diesen Tagen. Das bestätigte ein Sprecher der Regierung von Oberbayern jetzt auf Anfrage. Ursprünglich sollte die Wiederbelegung des sogenannten Neubaus am Spital, der am Stadtwall liegt, bereits im September beginnen (wir berichteten), er hat sich aber bis jetzt verzögert. Dr. Martin Nell, Sprecher der Regierung, sagte: „Die Belegung ist für November vorgesehen.“ Derzeit arbeite die Regierung noch an der Ausstattung der Asylunterkunft, gleichzeitig würden kleinere handwerkliche Tätigkeiten verrichtet. Schon im vergangenen Jahr war der sogenannte Neubau Wohnstatt von Flüchtlingen, damals waren dort unbegleitete Minderjährige untergerbacht. Laut Nell gibt es maximal 70 Plätze. Im alten Spital sind derzeit 56 Asylbewerber untergebracht, maximal 75 Asylbewerber können dort nach Angaben der Regierung unterkommen, sodass im gesamten Areal zwischen Spitalgasse und Stadtwall 145 Flüchtlinge vorübergehend leben könnten. „Bei Asyl-Unterkünften ist aus organisatorischen Gründen eine 100-prozentige Belegung aller Betten in der Regel kaum möglich“, sagte Nell. Als Grund nannte er, dass beispielsweise eine dreiköpfige Familie ein Vier-Bett-Zimmer nutze oder jemand mit einer ansteckenden Krankheit einzeln untergebracht werden müsse. „So geht auch der Oberste Rechnungshof bei einer 85-prozentigen Belegung von einer vollständigen Auslastung aus.“ Der Mietvertrag über die beiden Gebäude, die der Stadt gehören, läuft nach Angaben von Bürgermeisterin Marianne Zollner bis 2020. Da niemand die weitere Entwicklung absehen könne, sei offen, wie es danach weiter gehe, sagte Zollner auf Anfrage. Langfristig will die Stadt den sogenannten Neubau am Stadtwall abreißen. Zu einer künftigen Nutzung des alten Spitals und des Grundstücks gebe es keine Pläne. Zollner schließt aber auch eine Zukunft der Gebäude als Gemeinschaftsunterkunft nicht aus: „Wir müssen unsere staatliche Mitwirkungspflicht erfüllen“, das könne auch die weiter Nutzung als Flüchtlingsunterkunft bedeuten. Nach Angaben der Regierung sind derzeit keine weiteren Gemeinschaftsunterkünfte in Mühldorf geplant. Das Auergebäude in der Oderstraße steht wie berichtet nicht länger als Notunterkunft bereit. Derzeit sucht der Besitzer nach einer neuen Nutzung. hon

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