Bonn – Vor dem Auftakt der Bonner Weltklimakonferenz am Montag haben die Umweltschützer ausgerechnet aus den USA Beistand erhalten. Ungeachtet der strittigen Position von Präsident Donald Trump heißt es in einem von 13 US-Behörden veröffentlichten Dokument, dass die globale Erwärmung zum weitaus größten Teil von Menschenhand verursacht werde. Zudem warnen die Autoren vor einem möglichen Anstieg der Meeresspiegel um bis zu 2,44 Meter bis im Jahr 2100.
Trump hatte im Sommer einen Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem 2015 in Paris beschlossen Klimaschutzabkommen angekündigt und wurde weltweit kritisiert. Für die verbliebenen Nationen geht es in Bonn bis 17. November darum, Regeln zu definieren, wie die Ziele erreicht werden können. „Ein Erfolg ist, wenn wir uns darauf verständigen, wie wir gegenseitig messen und gegenseitig uns nicht beschummeln“, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Zur bisher größten zwischenstaatlichen Konferenz in Deutschland kommen rund 25 000 Menschen.