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Schulbus: Weiter Probleme

von Redaktion

Albaching – Immer wieder zu Beginn eines neuen Schuljahres hat der Albachinger Gemeinderat ein Thema auf dem Tisch, das bisher nicht wirklich gelöst werden konnte: Sicherheit beim Einstieg in den Schulbus und beim Transport der Schüler in den meist überfüllten Bussen. Gemeinderätin Jessica Vital-Robarge sprach das Thema an. Die Bussituation habe sich „leider nicht verändert“, stellte sie fest. Das Problem der überfüllten Busse und der daraus resultierenden mangelnden Sicherheit „liegt leider nach Gesetzeslage nicht in unserer Hand“. Bezüglich der Einstiegssituation an den Haltestellen aber „können wir schon darauf schauen“, meinte die Rätin. Sie bedauerte, dass zwischen den beteiligten Parteien – Busfahrern, Eltern, Schule und Gemeinde – „die Bälle hin- und hergeschoben“ würden. Von der allein den Eltern aufgebürdeten Pflicht, ihre Kinder anzumahnen, an den Haltestellen nicht so zu drängeln, hielt sie wenig. In jedem Fall sei es ein Thema, das die Gemüter bewege, war sich Jessica Vital-Robarge sicher. „Ich kann die Eltern verstehen, die Angst um ihre Kinder haben“, und: „Wir können uns nicht mehr wegducken“, lautete ihr Appell an die Ratskollegen. Bürgermeister Franz Sanftl stimmte ihr teilweise zu: Ja, der Schulbus sei ein „Dauerbrennerthema“. Die Gemeinde sei diesbezüglich aber auch schon mehrfach tätig geworden: Man habe Kontakt mit den Busunternehmen aufgenommen, er selber sei schon ein paar Mal mitgefahren, und er habe sich auch die Situation an den Haltestellen angeschaut. „Die Eltern muss man schon in die Pflicht nehmen“, meinte er. Warum müsse die Gemeinde für die Sicherheit Sorge tragen, stattdessen sollten doch vielmehr die Eltern die Kinder immer wieder darauf hinweisen, lautete seine Meinung. „Die Kinder hören nicht immer“, wandte Jessica Vital-Robarge ein, und viele Eltern müssten früh morgens zur Arbeit fahren und hätten keine Zeit, sich hinzustellen und die Einstiegssituation zu beobachten. Dafür hatte der Bürgermeister wenig Verständnis. Er habe beobachtet, dass einige Eltern ihre Kinder mit den Autos zu den Haltestellen nach Berg oder Schacha führen und sich auch tagsüber um den Transport der Kinder zu vielerlei Aktivitäten kümmerten. Warum sei dann für die fünf Minuten morgens an der Haltestelle keine Zeit?, fragte er. Grundsätzlich habe er aber nichts dagegen, Helfer zu suchen. Helmut Maier war der Ansicht, dass sich dieses Problem nur über Schulweghelfer lösen lasse, diese seien nur leider in der notwendigen Zahl nicht immer zu finden. Sebastian Friesinger sah die Sache von einer anderen Seite aus: Die Eltern müssten ihren Kindern einfach bestimmte Dinge fürs Leben mit auf den Weg geben. Wie man sich an einer Bushaltestelle zu verhalten habe, um niemanden zu gefährden, gehöre dazu. Mit bezahlten Kräften werde man dieses Problem daher nicht lösen können. Jakob Sewald gestand: „Wir haben damals auch gedrängelt.“ Allerdings sei zu beobachten und zu befürchten, dass die Kinder und Jugendliche den Erwachsenen nicht den notwendigen Respekt zollten, um auch Schulweghelfer einszusetzen. Marlene Langmeier zufolge ist es schwierig, dafür jemanden zu finden. Alternativ sei es möglich, dass die Schule die Eltern der „Schubser“ anschreibe. Auch Michael Posselt wollte die Schulen mehr ins Boot holen.

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