Gütersloh – Die Chancengerechtigkeit im Hinblick auf Jobs, Bildung oder medizinische Versorgung ist in den EU-Ländern weiter stark unterschiedlich ausgeprägt – insgesamt aber verbessert sich die Situation. Das zeigt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung zur sozialen Gerechtigkeit.
Danach stehen Dänemark, Schweden und Finnland an der Spitze. Auf einer Skala von 0 bis 10 kommen die Länder auf einen Wert von über 7. Schlusslichter sind Rumänien und Griechenland mit einem Wert unter 4. Deutschland landet mit einem Wert von 6,7 auf Rang sieben im vorderen Feld.
„Wir definieren soziale Gerechtigkeit als Chancengerechtigkeit, dass jeder entsprechend seinen Fähigkeiten bestmöglich an der Gesellschaft teilnehmen kann unabhängig von seinem sozialen Hintergrund“, erklärte Daniel Schraad-Tischler von der Bertelsmann-Stiftung. Im zentralen Bereich Arbeitsmarkt gab es 2016 im Vergleich zu den Vorjahren eine Verbesserung: In 26 von 28 EU-Ländern ging es in diesem Bereich aufwärts. „Dadurch hat sich die Einkommenssituation zum Teil verbessert und dadurch nimmt wiederum der Anteil von an Armut bedrohten Menschen ab“, sagte Schraad-Tischler.
Auch wenn Deutschland beim EU-weiten Vergleich mit Rang 7 relativ weit vorne liegt, gibt es Probleme: So hat sich laut der Studie der Anteil der Menschen, die von Armut bedroht sind, in den vergangenen Jahren kaum verringert. Obwohl die Wirtschaft brumme, kämen die Wohlstandsgewinne nicht bei allen Menschen an, sagte Schraad-Tischler. dpa