landkreis Mühldorf

Kein neues Wohngebiet

von Redaktion

Mühldorf – Am Ahamer Kreisel wird kein neues Wohngebiet entstehen. Der Bauausschuss lehnte damit zusammenhängende Anträge jetzt ab. Ein Grund: Die Stadt will die Erschließung mit neuen Wohngebieten langsamer angehen. Das Gebiet nördlich des Ahamer Kreisels und hinter der Feuerwehr verändert sich derzeit stark. Den Anfang machte die Verlegung der Kleingartenanlage und der Bau von Parkplätzen für das Krankenhaus. Dort liegt jetzt auch der Hubschrauber Landeplatz. Derzeit errichtet die Stadt baut eine Kinderkrippe, auch ein Kindergarten ist vorgesehen. Die Kreiskliniken überlegen, ob sie den östlichen Bereich des Geländes für eine Erweiterung nutzen können. Jetzt hat sich eine Erbengemeinschaft gemeldet, der der westliche Bereich des Gebiets gehört. Ihr Anliegen: Sie will dort Häuser errichten. Ihr Problem: Das Grundstück hat keine direkte und leistungsfähige Zufahrt. Erreichbar ist es derzeit lediglich über eine schmale Hofdurchfahrt von der Ahamer Straße aus. Deshalb hat die Erbengemeinschaft eine Zufahrt über das benachbarte Gelände der Stadt beantragt. Dort soll, nach dem Willen der Antragssteller, eine Straße zwischen der im Bau befindlichen Kinderkrippe und dem geplanten Kindergarten auf das freie Feld führen. Das hat die Stadt jetzt abgelehnt. Zur Begründung hieß es im Bauausschuss: Die Stadt verliere damit so viel von ihrem Gelände, dass sie zum Bau des Kindergartens zusätzlichen Grund kaufen müssen. Hinzu komme, dass diese Straße über den benachbarten Parkplatz des Krankenhauses geführt werden müsse. Eine Verbreiterung der derzeitigen Einfahrt von der Ahamer Straße sei möglich, wenn die Eigentümer bereit wären, Flächen abzugeben, sagte Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner. „Die Grundstücksbesitzer, bei denen das möglich wäre, sind derzeit aber nicht bereit dazu.“ Bei diesen Rahmenbedingungen mit einer ungesicherten Erschließung sei die Ausweisung eines Wohngebiets nicht möglich. Neben der aus Sicht des Ausschusses problematischen Erschließung ist nach Angaben von Bürgermeisterin Marianne Zollner auch die derzeitige Praxis bei der Genehmigung neuer Baugebiete eine Rolle. Künftig soll die Ausweisung von neuen Baugebieten grundsätzlicher mit dem Blick auf die Stadtentwicklung beurteilt werden. Stadtbaumeisterin Weichselgartner fragte deshalb: „Muss das städtebaulich ein Wohngebiet werden?“ So lehnte der Bauausschuss den Antrag einstimmig ab. hon

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