Mangfalltal

Wohnberatung als Service

von Redaktion

Bad Aibling – Erfolgreich angelaufen ist nun auch in Bad Aibling das Serviceangebot „Wohnberatung“ für Senioren und Behinderte. Sie und ihre Angehörigen erhalten dort wertvolle Unterstützung, vor allem wenn es darum geht, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben zu können. „Senioren und Behinderte wollen so lange wie möglich daheim leben“ – diese Erkenntnis hat Dieter Bräunlich, Senioren- und Behindertenbeauftragter der Stadt Bad Aibling, in vielen Gesprächen mit älteren oder behinderten Bürgern und deren Angehörigen gewonnen. Dieser Trend schlug sich auch bei der Entwicklung des seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes des Landkreises Rosenheim nieder, das unter anderem die Ausbildung von Wohnberatern beinhaltet. In Bad Aibling bietet Karin Hummel nach ihrer erfolgreichen Ausbildung zur qualifizierten Wohnberaterin diesen Service an. „Um möglichst lange selbstbestimmt, selbstständig und sicher zu wohnen, ist es wichtig, die Lebensumgebung an die veränderten Verhältnisse anzupassen“, heißt es im Wohnberatungs-Flyer des Landkreises. Der Wunsch der Senioren oder Behinderten, möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden zu verbleiben, wird aber oftmals durch unzulängliche räumliche Voraussetzungen erschwert. Bei einer Haus- oder Wohnungsbesichtigung erfasst Karin Hummel die „Problemzonen“ wie beispielsweise Stolperfallen durch Teppichränder oder Kabel, ungünstig platzierte Möbelstücke oder fehlende Handläufe oder Haltegriffe. Diese Hindernisse können meist ohne größere bauliche Veränderungen beseitigt werden. Größere Maßnahmen wie zum Beispiel der Einbau von Badewannen- oder Treppenliften, begehbaren Duschen, barrierefreier Umbau oder die Schaffung einer Sitz-Arbeitsmöglichkeit in der Küche durch Entfernen eines Unterschrankes et cetera erfordern allerdings oftmals nicht unerhebliche finanzielle Aufwendungen. Hierfür gibt es jedoch verschiedene Zuschussmöglichkeiten. Gewährt werden Gelder unter anderem durch die Pflegekasse (bis zu 4000 Euro für Einzelmaßnahmen), durch KfW-Darlehen und für Schwerbehinderte durch ein Sonderprogramm des Freistaates Bayern mit einem Zuschuss von bis zu 10 000 Euro für bauliche Veränderungen. „In allen Fällen ist es jedoch unbedingt erforderlich, vor Beginn oder Kauf den Zuschussantrag zu stellen und erst nach Erhalt des Bescheides die Maßnahme zu verwirklichen“, unterstreicht Karin Hummel im Gespräch mit unserer Zeitung. Die ehrenamtlich tätige Wohnberaterin erarbeitet gemeinsam mit den Fragestellern individuell angepasste Lösungen, gibt Informationen über Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten, hilft bei der Antragstellung bei den Kostenträgern, berät über alternative Wohnformen und unterstützt bei der Entscheidungsfindung. All diese Beratungsleistungen für die Bürger erfolgen vertraulich, unabhängig, unverbindlich, qualifiziert – und kostenfrei. „Nach der Einführung des Seniorentaxis, der Herausgabe des Seniorenratgebers und der Durchführung des Seniorentages im zweijährigen Wechsel mit Bruckmühl ist die Wohnberatung ein weiterer wertvoller Mosaikstein der Aiblinger Seniorenarbeit“, stellt Dieter Bräunlich nicht ohne Stolz fest. Interessenten an einer kostenlosen und unverbindlichen Beratung können sich in der Stadtverwaltung/Sozialamt Bad Aibling unter Telefon 0 80 61/4 90 14 45, bei der Fachstelle Wohnberatung im Landratsamt Rosenheim bei Brigitte Neumaier unter Telefon 0 80 31/3 92 24 81 oder beim Seniorenbeauftragten der Stadt Bad Aibling, Dieter Bräunlich, Telefon 0 80 61/ 3 72 55 melden. bjn

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