Egglkofen – Straßensanierungen und Kanalausbauten werden die Schulden erhöhen. Das teilte Egglkofens Bürgermeister Johann Ziegleder den Bürgern bei der Bürgerversammlung am Donnerstag im Gasthaus Schober mit.
Gut gefüllt war der Saal des Gasthauses Schober, als Bürgermeister Johann Ziegleder mit der Statistik der Einwohnerzahlen die Bürgerversammlung begann. 1340 Einwohner zählte das nördlichste Dorf des Landkreises Mühldorf zum 13. November 2017. 1260 davon haben ihren hier ihren Hauptwohnsitz. Mit 56 Zuzügen war das einer mehr als Wegzüge, und da 14 Todesfällen nur neun Geburten gegenüberstanden, sei die Bewohnerzahl um vier zurückgegangen. Fünf Asylbewerber beherberge die Gemeinde in der Fürstbergstraße. Insgesamt wohnen in Egglkofen 17 Bürger mit 13 verschiedenen Nationalitäten von Japan über Arabien und Türkei und zehn weiteren europäischen Nachbarländern. Die Finanzen meldete der Bürgermeister als solide. Dem Kassenstand von über 900 000 Euro ständen Schulden in Höhe von 816 000 Euro gegenüber – 27 000 weniger als zu Beginn des Jahres. Die Haupteinnahmen im Verwaltungshaushalt waren neben den Schlüsselzuweisungen (416 000 Euro) und der Einkommenssteuerbeteiligung (450 000) die Gewerbesteuer mit 314 000 Euro. Die Kreisumlage traf die Gemeinde mit fast einer halben Million Euro. Als größte Ausgaben bezeichnete Ziegleder den Erhalt des Schulhauses mit 40 323 Euro, den Erwerb von Grundstücken (86 053 Euro), den Kanalausbau (11857 Euro) die Anschaffung eines Randstreifenmähgeräts und der Druckluftanlage im Feuerwehrhaus mit zusammen 15 000 Euro. Für die nächsten beiden Jahre kündigte er größere Ausgaben an. Die Schulhaussanierung (Brandschutz), die anstehenden Kanalausbesserungen bezifferte er mit je rund 200 000 Euro. Die Straße von Piesenkofen nach Jesenkofen werde wohl 400 000 Euro kosten. Des Weiteren seien im Rahmen der Dorferneuerung Parkplätze an der Schule geplant, der Abbruch des Brauhauses mit Turm, vor allem sei ein größeres Bauhofgebäude notwendig geworden, viele Straßen müssen saniert werden, die Kreisumlage werde ansteigen, neue Baugebiete sollen erschlossen werden und der Radweg nach Feichten ist weiter in der Planung. Die derzeitige Verkehrslage schilderte des Gemeindeoberhaupt als verbesserbar. Der Ausbau der B 299 werde sich nun wohl bis 22. Dezember hinziehen – laut Straßenbauamt: „Wenn’s Wetter mitspielt!“ So lange fließt der Verkehr nach Vilsbiburg auf Umleitungen. Und seine Bemühungen um mehr Stopps der Züge am Egglkofener Bahnhof hätte die Bahn abgelehnt, „Weil fünf Minuten Aufenthalt in Egglkofen die Anschlüsse in Landshut und Mühldorf gefährde. Die Minuten-Aufenthalte in Egglkofen seien mit den alten Zügen nicht einholbar.“ Ehe die Versammlung zu Ende ging, beantwortete Bürgermeister Johann Ziegleder jeweils ausführlich Fragen einzelner Bürger (Bericht folgt).