landkreis Mühldorf

Wieder Streit um FC

von Redaktion

Mühldorf – Offiziell ist die Diskussion über die künftigen Spielstätten des FC Mühldorf noch nicht eröffnet. Trotzdem positionieren sich einige Stadträte eindeutig. Ihre Haltung widerspricht dem Vereinsanliegen und zeigt: Eine einfache Lösung ist nicht möglich. Während der FC Mühldorf an dem Votum einer außerordentlichen Versammlung für Spielstätten im Altmühldorfer Tal festhält (siehe Interview), haben sich politische Parteien davon distanziert. Anstoß dafür war die Diskussion über die Sanierung der Anlage in der Rennbahn, für die die Stadt 81 500 Euro ausgegeben hat. Dabei wurden die Flutlichtanlage instandgesetzt, das Vereinsheim saniert, Fangzäunen neu gebaut, das Spielfeld renovierung und eine Entwässerungsanlage eingebaut. Kämmerer Thomas Greß sagte, dass die Anlage der erweiterten Jugendherberge zugute komme, die die Stadt als „Sportjugendherberge“ etablieren will. Bürgermeister Marianne Zollner stellte die Sanierung ausdrücklich in den Rahmen des Sportstättenkonzepts der Stadt, das auch die Sanierung der derzeitigen Spielstätten vorsieht. Sie betonte aber auch, dass diese Übergangslösung sicherlich eine Weile halten werde; derzeit gebe es vom FC Mühldorf keine Konkretisierung der weiteren Pläne. Kritik äußerte Franz Essl (FM), weil die Stadt jahrelang die Anlage habe verkommen lassen. Essl schlug auch einen Bogen zur Zukunft des FC Mühldorf. Er verwies wie Zollner auf das Sportstättenkonzept, dass die aufgefüllte Kiesgrube an der Nordumfahrung als Spielstätte vorgesehen habe. Essl und Oskar Stoiber (CSU) machten für diesen Wandel auch Altbürgermeister Günther Knoblauch verantwortlich, alleredings ohne ihn namentlich zu nennen. Sie sprache von einem „Dritten“ und „Außenstehenden“, der den Bau in Altmühldorf wieder vorantreibe. Knoblauch ist stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Beide Stadträte befürworten den Standort Rennbahn als Spielstätte für den FC und weitere Instandhaltung. Stoiber forderte eine Beschränkung künftiger Zahlungen auf die Rennbahn. Auch Oskar Rau (Grüne) sprach sich für die Ertüchtigung der Anlage in der Rennbahn aus, nannte die derzeitigen Bedingungen für den FC Mühldorf aufgrund der vielen instandbesetzten Plätze an verschiedenen Orten im Stadtgebiet gut. SPD-Fraktionsvorsitzender nannte „Kostengründe und die unveränderte Hochwassersituation“, die für die weiter Nutzung der neu hergerichteten Plätze und gegen Altmühldorf sprächen. Wie Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner betonte, die Stadt habe die finanzielle Beteiligung an Bodenuntersuchungen durch den FC in Altmühldorf abgelehnt; diese hätten 3000 Euro kosten sollen und wurden nach Angaben der FC nicht durchgeführt. Bürgermeisterin Zollner sagte: „Wir können jetzt in Ruhe abwarten, wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“ Die Plätze seien ertüchtig, der FC könne spielen.

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