Mangfalltal

Fazit: „Jeder Gottesdienst ein Genuss“

von Redaktion

Bruckmühl – Mehr als ein Jahr war Pfarrer Stefan Scheifele als „mobile Reserve“ in Bruckmühl tätig. In dieser Zeit musste er nicht nur in zwei Pfarrverbänden als Seelsorger Dienst tun, sondern auch die Zusammenführung der beiden Pfarrverbände in die Wege leiten. Jetzt war der Tag des Abschieds gekommen und in der bis auf den letzten Platz besetzten Herz Jesu Kirche zeigten die Gläubigen aus den Pfarrverbänden Bruckmühl-Vagen und Heufeld-Weihenlinden, welche Wertschätzung sie Pfarrer Scheifele entgegengebracht haben. Mehr als 30 Ministranten aus beiden Pfarrverbänden scharten sich um den Altar, Pater Anton Lötscher, seit kurzem in der Seelsorgemithilfe in Bruckmühl tätig, fungierte als Ko-Zelebrant, die Pastoralreferenten Christoph Langer und Markus Brunnhuber sowie der Gemeindereferent Markus Stein waren dabei und als Vertreter der evangelisch-lutherischen Kirche Diakon Friedrich Wiesinger. Mit einem vielstimmigen „Lobet den Herrn“ begann der Gottesdienst zum Christkönig-Sonntag, unter der Leitung von Katharina Meixner mit dem Chor musikalisch gestaltet. Ausgehend vom Matthäus-Evangelium erinnerte Pfarrer Scheifele, daran, dass Glauben bedeute, Gott zuzulassen im eigenen Leben. Dies könne aber nur gelingen, wenn der Mensch sich nicht immer ins Zentrum aller Dinge stellt und die eigene Wichtigkeit zum Maßstab macht. „Früher wollten die Menschen in den Himmel, heute in die Medien“, so Scheifele wörtlich. Im Anschluss an den feierlichen Gottesdienst dankten Regina Grabichler und Brigitte Schmid Pfarrer Scheifele im Namen der beiden Pfarrverbände mit einem Präsentkorb für die gute Zusammenarbeit und die große Unterstützung. Verwaltungsleiterin Silvia Donderer schloss sich diesem Dank an und betonte, wie harmonisch die Zusammenarbeit trotz der vielfältigen Anforderungen gewesen sei, auch dankte sie für das Vertrauen, das Pfarrer Scheifele den Ehrenamlichen immer entgegengebracht habe. Bruckmühls Bürgermeister Richard Richter würdigte Pfarrer Scheifele persönlich und im Namen der Marktgemeine für sein segensreiches Wirken mit einem „Gesundheitskorb“ und dem Buch „Dem Heil so nah“ und übermittelte auch den Dank und die guten Wünsche der Gemeinde Feldkirchen-Westerham. Pfarrer Scheifele erwiderte, es habe ihn sehr berührt zu sehen, wie tief der Glaube im Mangfalltal verwurzelt sei. An die Gottesdienstbesucher gewandt meinte er: „Ich bin sicher, dass der Heilige Geist Euch hier im Mangfalltal nicht verlässt.“ Beim anschließenden Stehempfang im katholischen Pfarrheim nutzten viele Gottesdienstbesucher die Gelegenheit, um sich persönlich von Pfarre Scheifele zu verabschieden. Einheitlicher Tenor: „Jeder ihrer Gottesdienste war ein Genuss.“ Wie berichtet, waren nach den beiden Weggängen von Pfarrer Titucz Becze und Thomas Gruber sowie der wissenschaftlichen Abberufung von Pfarrer Dr. Reiner Braun nach München die Priesterstellen in den Pfarrverbänden Bruckmühl-Vagen sowie Heufeld-Weihenlinden ohne einen Priester vor Ort. Zusammen mit Pfarrer i.R. Matthias Bartl aus Feldolling und dem bestehenden Seelsorgeteams beider Pfarrverbände war seither eine tragfähige Regelung für die Gottesdienstordnungen erarbeitete und praktiziert worden. Scheifeles hatte in diesem Zusammenhang hinsichtlich eines Umbruchs in der Kirche gegenüber unserer Zeitung betont: „Tragisch ist es, wenn man nicht mehr auf die Wirkkraft des Heiligen Geistes vertraut. Die Identitäten der Pfarreien bestehen ja fort. Der Geistliche gibt Starthilfe, um die Menschen mit Gott in Verbindung zu bringen.“ ca

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