chiemgau

Kein Kommandant in Sicht

von Redaktion

Frauenchiemsee – Ein neuer Kommandant für die Feuerwehr der Fraueninsel wurde auch in der außerordentlichen Bürgerversammlung zum Thema Brandschutz nicht gefunden. Doch Bürgermeister Georg Huber gibt die Hoffnung auf einen Freiwilligen nicht auf. Fraueninsel – Wie berichtet, hatten Kommandant Stefan Neuer und sein Vertreter Daniel Hagen ihren Rücktritt erklärt. Bürgermeister Georg Huber hat als „Schreckensgespenst“ in der Hinterhand, dass vom Gesetz her nach drei Monaten ein neuer Kommandant einfach von der Gemeinde bestimmt werden kann, wenn bis dahin kein Freiwilliger gefunden ist. Dies wäre jedoch ein „Schuss in den Ofen“ und keine Lösung, meine Huber. Die außerordentliche Bürgerversammlung im „Inselbräu“ war mit rund 40 Insulanern gut besucht; auch mehrere Jugendliche waren gekommen. Die Kreisbrandinspektion war mit Kreisbrandrat Richard Schrank, Kreisbrandinspektor Franz Hochhäuser und Keisbrandmeister Manfred Gillinger gekommen. Schrank betonte in seinen Ausführungen, dass die Kreisbrandinspektion der Gemeinde alle erdenkliche Hilfe leisten wolle, um einen neuen Kommandanten zu finden. Auch die Jahresabschlusssitzung der Kreisbrandinspektion soll heuer auf der Fraueninsel stattfinden, um die Gelegenheit zu bieten, offene Fragen zur Kommandantenwahl zu klären. Der Bürgermeister betonte mehrfach, wie wichtig eine funktionierende Brandbekämpfung auf der Fraueninsel ist. Er stellte klar heraus, dass es keinesfalls am Fehlen einer gut ausgebildeten und ausgestatteten Feuerwehrmannschaft auf der Insel liege, sondern einzig und allein die notwendige Führungskraft fehle. „Bei einem Brandfall sind immer alle zur Stelle“, lobte Huber die Floriansjünger. Über die Frage, wie es weitergehen soll, wenn wirklich kein neuer Kommandant gefunden wird, wurde ausführlich diskutiert. Angesprochen wurde auch die Möglichkeit einer Löschgruppe, wie auf der Herreninsel. Dort hat der Markt Prien den Brandschutz übernommen und mit einer eigenen Löschgruppe „Herrenchiemsee“ und einem neuen Einsatzfahrzeug wesentlich verbessert. In der Versammlung kam aber deutlich zum Ausdruck, dass eine solche Möglichkeit nur der letzte Weg sein kann. Ziel ist auch für die Zukunft eine eigenständige Feuerwehr auf der Fraueninsel. Die Finanzverwalterinder Abtei, Elisabeth Barlage, sagte, dass das Kloster der Feuerwehr jede Unterstützung gewähre, ebenso wie Informationen über und Führungen in den zahlreichen Gebäuden. In der Diskussion wurde Bürgermeister Huber nach dem Hintergrund von Neuers Rücktritt gefragt. Er sagte dazu nur: „Es ist eine verfahrene Situation zwischen ihm und mir“. Zum Rücktritt des Stellvertreters weiß man nur, dass sich dieser sich nicht imstande fühlt, längere Zeit die Leitung der Wehr zu übernehmen. Der Bürgermeister erklärte zur Überraschung aller, dass ein Zweiter Kommandant gefunden sei, dessen Namen er aber nicht nennen wolle. Auch Besprechungen in der Verwaltungsgemeinschaft Breitbrunn sowie auf Landkreisebene hätten zu keinem Ergebnis geführt, wie es weitergehen solle, teilte Huber mit. Karl Heitauer von der VG konnte die Wahlurkunde, die er zur Versammlung mitgebracht hatte, wieder einpacken. th

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