Mangfalltal

Die neue Mitte

von Redaktion

Bad Feilnbach – 130 Anregungen waren bei der Bürgerbeteiligung zur Entwicklung der Ortsmitte Bad Feilnbach im Rahmen des Projektes „Gemeinde 4.0“ eingegangen. Der Schwerpunkt liegt derzeit auf dem Neubau des Rathauses sowie der Sanierung des Alt-Rathauses. Eine Grobplanung dazu soll morgen der Projektgruppe vorgestellt werden. Die Neugestaltung der Bad Feilnbacher Ortsmitte ist nach wie vor in der Planungsphase. Doch diese wird immer konkreter. Morgen soll vom beauftragten Architekturbüro Blaesig aus Bad Aibling eine Grobplanung und Kostenermittlung für den Neubau des Rathauses sowie die Sanierung des Altbaus präsentiert werden. Hintergrund: Die Verwaltung platzt räumlich aus allen Nähten (wir berichteten). Eine Auslagerung der Kur- und Gästeinformation ist seit Jahren ein lang gehegter Wunsch. Der Neubau wird zudem im Rahmen des Städtebauförderprogramms staatlich bezuschusst, erklärte Bad Feilnbachs Gemeindegeschäftsleiter Matthias Maier. Die Bürger sind Anfang des Jahres, anvisiert ist im Januar/Februar, im Rahmen eines sogenannten Wirtshausgesprächs gefragt. Dann werden der aktuelle Stand, das weitere Vorgehen und Ideen in lockerer Atmosphäre besprochen. Die Ortsmitte ist seit über einem Jahr ein Dauerbrenner und auch den Bürgern präsent: Schließlich sehen sie tagtäglich die Baumaßnahmen rund um die neue Bushaltestelle am ehemaligen Bahnhof, die neue Zufahrt parallel zur Bahnhofstraße und das stete „Wachsen“ des Supermarkts. Im Frühjahr „Wirtshausgespräch“ „Voraussichtlich Mitte 2018 werden die Arbeiten zur Gestaltung des neuen Rathausplatzes und des ersten Teils der Kufsteiner Straße abgeschlossen sein“, erläuterte Stefanie Wenke vom Planungsbüro Dragomir Stadtplanung GmbH aus München auf Nachfrage unserer Zeitung. Sie betonte zudem, dass zu dem Wirtshausgespräch jeder Bürger, der sich einbringen will, willkommen ist. „Es werden Tischdecken mit der aktuellen Planung gedruckt, auf die Ideen direkt eingezeichnet werden können“, kündigte sie zudem an. Zahlreiche Abstimmungen und Treffen gab es bereits zwischen dem Planungsbüro, der Projektgruppe und der Verwaltung, um die entsprechenden Eckpunkte für die Nutzungskonzepte „Rathaus-Alt- und -Neubau“ zu erstellen. In der Gemeinderatssitzung wurden hierbei bereits erste konkrete Vorschläge vorgebracht. So sollen Kasse und Kämmerei nicht im Erdgeschoss sein, dafür aber publikumswirksamere Abteilungen wie „Kindergärten und Schulen“. Auch die künftige Nutzung des jetzigen Sitzungssaals soll geklärt werden. Gleiches gelte auch für das Dachgeschoss. Wie berichtet soll der Sitzungssaal im Neubau untergebracht sein. Hier wird überdies eine Erweiterungsmöglichkeit mit dem separaten Trauungszimmer angedacht. Diese Detailplanung ist aber noch nicht Gegenstand der aktuellen Grobplanung. Bei den vorgebrachten Ideen der Bürger gab es unter anderem folgende Anregungen: Es soll kein „Haus des Gastes“ , sondern ein offenes und einladendes Bürgerhaus entstehen. Die Bauart des Rathaus-Altbestands soll erhalten bleiben. Dabei handle es sich um den sogenannten Alt-Chiemgauer Stil. Außerdem wurden im Neubau die Volkshochschule (VHS), ein Lesesaal sowie ein barreirefreier Veranstaltungssaal gewünscht. Bemängelt wurde zudem eine fehlende öffentliche Toilette im Ortszentrum.

Artikel 5 von 11