Handy am Steuer: Mehr Kontrollen

von Redaktion

Polizei geht verstärkt gegen Ablenkung während der Fahrt vor – Bußgelder erhöht

München – Die bayerische Polizei will stärker gegen Ablenkung am Steuer vorgehen. Das kündigte Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) im Rahmen der diesjährigen Verkehrssicherheitskonferenz in München an. „Wir führen zahlreiche Aktionen durch, um die Verkehrsteilnehmer für Ablenkungen und die damit verbundenen Gefahren zu sensibilisieren und Verstöße konsequent zu ahnden“, sagte Herrmann.

Vor allem der Blick aufs Smartphone lenke Auto-, Rad- und Lastwagenfahrer ab, so der Innenminister. Aber auch Gespräche mit dem Beifahrer, das Grübeln über Probleme, Essen, Trinken, Rauchen oder die Beschäftigung mit Kindern würden dazu führen, dass sich die Fahrer nicht mehr genügend auf den Verkehr konzentrieren. Deshalb werde die Polizei künftig noch mehr auf die Nutzung von Smartphones am Steuer achten.

Seit November müssen Autofahrer bundesweit höhere Bußgelder zahlen, wenn sie bei der Nutzung von elektronischen Geräten am Steuer erwischt werden. Das Verbot gilt auch für Tablets oder Laptops. Statt 60 Euro werden nun 100 Euro fällig, dazu kommt unverändert ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderdatei. Kommt es zu einem Unfall, drohen sogar 200 Euro, zwei Punkte sowie ein einmonatiges Fahrverbot. Das Handyverbot gilt übrigens auch für Radfahrer. Für sie beginnt das Bußgeld bei 55 Euro.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres ist die Zahl der Verkehrstoten laut Herrmann im Vergleich zum Vorjahr um 41 auf 442 gesunken. Wie oft dabei Ablenkung eine Rolle gespielt habe, sei schwer nachzuweisen. Laut Unfallstatistik gehen aber 88 Prozent der Unfälle auf menschliches Fehlverhalten zurück. Man könne davon ausgehen, dass Ablenkung dabei häufig eine Rolle gespielt habe.

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