Fernsehtipp

Das Nebelhaus

von Redaktion

TV-Psychokrimi nach Eric Berg. Journalistin (Felicitas Woll) rollt einen mysteriösen Fall wieder auf, bei dem drei Menschen ihr Leben ließen Die Täterin (Jasmin Schwiers) liegt seit fünf Jahren im Koma. Man kann Leonie nicht mehr verhören, nicht befragen, warum sie drei Menschen erschoss. Für die Öffentlichkeit ist sie schuldig, eine Amokläuferin zu sein. Leonies Mutter will das nicht glauben, sie fleht die Journalistin Doro Kagel (Woll) an, die Wahrheit herauszufinden. Kagel zögert. Sie kannte Leonie aus der Schule. Eine Außenseiterin, die damals einer Einladung ihrer ehemaligen WG-Kumpels folgte: Leonie wollte mit Timo (stark: Lucas Prisor), Yasmin (Oona von Maydell) und Philipp in dessen neuem Haus an der Ostsee feiern. Wie konnte dieses Wiedersehen nur derart eskalieren? Die Reporterin beginnt, Fragen zu stellen, doch schon beim ersten Zeugen, dem heutigen Restaurantchef Yim Nan (Hyun Wanner), blitzt sie ab. Endlich fährt Kagel an den Tatort, ein verlassenes Haus mit unterschiedlicher Vorder- und Rückseite. Könnten doch nur die Mauern reden… „Das Nebelhaus“ entpuppt sich als überraschend funktionaler Mix aus Sat.1-Dramolett und boshaftem Gesellschaftskrimi à la „Gone Girl“. Undurchsichtige Charaktere bevölkern die wendungsreiche Handlung. Zwar wirken einige Gruseleffekte und Handlungssprünge etwas aufgesetzt, aber das mindert nicht den Spaß an diesem gut ausgestatteten und farbig illustrierten Panoptikum der Peinlichkeiten und Komplexe, die manchmal fast satirisch wirken. 20.15 Uhr auf SAT.1

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