Bad Aibling – Im Zusammenhang mit den Planungen für die St. Georg-Grund- und -Mittelschule (Sanierung samt Um- und Erweiterungsbau oder Neubau, wir berichteten) liegt der Verwaltung auch ein Antrag von SPD-Stadträtin Petra Keitz-Dimplfmeier vor. Dieser zielt darauf ab, die Schule Willing in die Planung einzubeziehen. Petra Keitz-Dimpflmeier, Referentin für Schule und Kindergärten, fordert, dass die insgesamt erforderlichen Kosten zur Ertüchtigung des Schulhauses in Willing ebenso ermittelt werden wie die Möglichkeiten zur Förderung der Maßnahme. Wie bekannt ist, muss diese Schule brandschutztechnisch ertüchtigt werden. Keitz-Dimpflmeier will nun wissen, ob darüber hinaus noch weitere Maßnahmen erforderlich wären, um langfristig einen ordnungsgemäßen Betrieb zu gewährleisten. Zudem sollte gemäß ihrem Antrag das Architekturbüro Obel, das für das Großprojekt „St. Georg-Schule“ zuständig ist, herausarbeiten, was an Kostenersparnis möglich wäre, wenn man das Raumprogramm an der Sonnenstraße um die Willinger Räume „abspecken“ würde, wenn das dortige Schulhaus beibehalten wird. „Dorfschule“ erhalten „Sollte mit einem so reduzierten Neubau der St. Georg-Schule eine Kostenersparnis verbunden sein, könnte mit der Ertüchtigung der Grundschule in Willing nicht nur der Bevölkerung vor Ort die ,Dorfschule´ erhalten bleiben, sondern darüber hinaus eine Kosteneinsparung erzielt werden“, erläutert Keitz-Dimpflmeier ihr Ansinnen. Sie geht aber auch noch einen Schritt weiter: „Selbst wenn die Beibehaltung der Grundschule in Willing in Kombination mit einem verkleinerten Neubau der St. Georg-Schule zu keiner Ersparnis führen würde, müssen dem Stadtrat als Sachaufwandsträger die Entscheidungsgrundlagen bekannt gemacht werden, da bis dato keine positive Entscheidung zur Beibehaltung der Schule in Willing gefällt wurde.“ Doch deren Erhalt bekräftigte Bürgermeister Felix Schwaller in der jüngsten Sitzung erneut: „Wir brauchen die Schule in Willing genauso wie die erweiterte beziehungsweise neue St. Georg-Schule.“ Er kündigte zugleich an: „Wenn wir mit den Maßnahmen dort fertig sind, geht es gleich weiter: Die Luitpoldschule hat auch schon Bedarf angemeldet.“ Im Willinger Schulhaus werden derzeit nur vier der fünf Klassenräume in dem Gebäude genutzt. Der (fünfte) Raum unter dem Dach ist, wie berichtet, seit der letzten Feuerbeschau gesperrt. Denn: „Die Anforderungen an den Brandschutz sind in der Vergangenheit gestiegen und es fehlt ein zweiter Fluchtweg.“ Diesbezüglich hatte es zudem eine Anfrage von CSU-Stadtrat Josef Schmid gegeben. Er wollte wissen, ob man eine Edelstahltreppe außen am Gebäude als Fluchtweg anbringen könnte. Diese Themen stehen nun auf der Tagesordnung der heutigen Sitzung des Bauausschusses (Beginn: 17 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses) – vorausgesetzt, das Brandschutzgutachten liegt bis dahin vor. Ruf nach Gesamtkonzept 30 Millionen-Euro-Investition an der St. Georg-Schule, Brandschutzertüchtigung am Willinger Schulhaus sowie Handlungs- beziehungsweise Erweiterungsbedarf auch an der Luitpoldschule – da vermisste Kirsten Hieble-Fritz (ÜWG) in der jüngsten Stadtratssitzung ein schulisches Gesamtkonzept. Ins gleich Horn stieß auch ihr Fraktionskollege Dieter Bräunlich, der alle vier Aiblinger Schulhäuser (St. Georg, Willing, Luitpold, Hofberg) mit einbezogen sehen möchte. Von dem Bedarf an der Luitpoldschule zeigte er sich überrascht: „Das höre ich heute zum ersten Mal.“ Dass jedoch auch dort über Kurz oder Lang Handlungsbedarf bestehe, sei absehbar gewesen entgegnete Bürgermeister Felix Schwaller: „Wozu hätten wir sonst 2003 das Grundstück hinter der Schule gekauft?“ Zum Gesamtkonzept meinte das Stadtoberhaupt: „Dieses müssen wir selber machen. Die Schülerzahlen steigen, ebenso der Bedarf an Mittags- und Ganztagsbetreuung. Wir müssen vor Ort entscheiden und handeln, wenn etwas erforderlich ist“, betonte er.