Mehr Demenzerkrankungen

von Redaktion

WHO: Zahl verdreifacht sich bis 2050 auf 152 Millionen

Genf – Wegen der alternden Bevölkerung wird sich die Zahl der Demenzkranken weltweit bis 2050 verdreifachen. Sie werde von heute 50 Millionen auf voraussichtlich 152 Millionen ansteigen, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit. Die jährlichen Kosten schätzt die WHO weltweit auf 818 Milliarden Dollar (etwa 692 Milliarden Euro). Sie dürften sich bis 2030 mehr als verdoppeln, auf dann zwei Billionen Dollar.

Laut WHO erkranken derzeit fast 10 Millionen Menschen jährlich neu an einer Demenz, davon sechs Millionen in Ländern mit geringem und mittlerem Einkommen. Das damit verbundene Leiden sei gewaltig, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Es müsse sicher gestellt werden, dass auch die Menschen in den ärmeren Ländern notwendige Hilfen erhielten.

Nach einer am Donnerstag in den USA veröffentlichten Studie wird sich die Zahl der Alzheimer-Kranken in den USA in den kommenden rund 40 Jahren mehr als verdoppeln. Bis 2060 würden rund 15 Millionen US-Amerikaner entweder an Alzheimer oder dem Vorstadium einer „leichten kognitiven Beeinträchtigung“ leiden, also Gedächtnisproblemen, die die Schwelle zur Demenz noch nicht erreichen. Gegenwärtig seien insgesamt rund 6 Millionen Menschen in den USA betroffen, hieß es in der Studie der UCLA Fielding School of Public Health in Los Angeles. Der Grund für den prognostizierten drastischen Anstieg liege vor allem darin, dass die US-Bevölkerung insgesamt älter werde und damit auch die Zahl der Demenz-Erkrankungen zunehme.

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