landkreis Mühldorf

Schönste Adventszeit

von Redaktion

Mühldorf – Der Nikolaus ist natürlich der Star des ersten Tages auf dem Mühldorfer Christkindlmarkt. Dicht umlagerten Kinder und Eltern Franz Maier, der heuer zum zweiten Mal mit Engelschar und Eselskutsche kam. Da hatten die Chorsingschule von St. Nikolaus und Bürgermeisterin Marianne Zollner den Christkindlmarkt 2017 bereits eröffnet. Bis Sonntagabend wird er zu dem Advents-Treffpunkt in Mühldorf. Mehr als 60 Stände haben die Organisatoren um Angelika Hegen vom Kulturbüro der Stadt im und um den Haberkasten versammelt, wie in den letzten Jahren soll er Weihnachtskunsthandwerk und Essen und Trinken verbinden. „Das unterscheidet uns von anderen“, sagt Organisatorin Hegen, „wir legen viel Wert auf Stände, die schöne und hochwertige Dinge anbieten.“ So ist heuer erstmals ein Stand des Vikutalienmarkts mit Gewürzen vertreten, an dem die Besucher vieles verkosten können. Die Stiftung Ecksberg ist da, Krippenbauer, Stollenbäcker und Klöpplerinnen: Der Gang über den Christkindlmarkt wird zum stimmungsvollen Ausflug in den Advent. Das gilt besonders für den ersten Stock des Haberkastens, in dem die Kunsthandwerker beim Museumsmarkt zu Gast sind. Hochwertiger Christbaumschmuck, handgemachte Decken, Glasbilder und Weihnachtskarten machen einen Besuch lohnenswert. Zum Beispiel bei Marianne Speckmaier und ihren Fatschenkindl. Seit 38 Jahr bietet sie die kunstvoll und aufwändig gestalteten Figürchen, in Handarbeit geschaffen aus hochwertigen Materialien. Im Rahmenprogramm gibt es einiges Neues. So steht am heutigen Abend um 19 Uhr ein biografische Lesuung in der Stadtbücherei auf dem Programm, am morgigen Samstag können Kinder von 11 bis 16 Uhr im Kreismuseum mit den Stoffmodeln arbeiten, die eine Mühldorferin der Stadt geschenkt hat. Natürlich fährt die Kindereisenbahn, gibt es die Backstube für Buben und Mädchen, musizieren täglich Gruppen und Chöre. Obwohl die Zahl der Ess- und Trinkstände begrenzt ist, machen sie ein attraktives Angebot. Das reicht von den Klassikern Bratwurst und Bosna über Flammkuchen aus dem alten Feuerwehrauto, Crepes und Kaiserschmarrn bis zu Gulaschsuppe. Und natürlich gibt es Glühwein und Punsch, mit und ohne Alkohol, um sich bei kühlen Temperaturen aufzuwärmen. Oder auf die Haberer und Druden anzustoßen, die am Samstag zu Besuch sind. Besonderen Flair entwickelt der Markt vor der Stadtmauer, wo das Inngesindel lagert und die Falknerei Böttcher ihre Greifvögel zeigt. So nah kommt man selten an die Tiere heran, die Falkner beantworten gerne alle Fragen. Dort brennen Lagerfeuer – und wenn tatsächlich auf den heutigen nassen Tag zwei Tage mit Schneefall folgen, steht dem Wintervergnügen nichts im Weg. hon

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