Rosenheim & Region

„Große Ehre“

von Redaktion

AUS DER REGION

Rosenheim – Viktoria Rebensburger, Fritz Dopfer: Das sind derzeit die deutschen Stars im alpinen SkiRennsport. Es ist nicht auszuschließen, dass die Fans die Rennläufer im März sogar auf dem Sudelfeld anfeuern können. Dort richtet der Skiclub Aising-Pang am 24. und 25. März die Deutsche Meisterschaft im Slalom und Parallelslalom aus. Noch wirken der Abteilungsleiter Ski Alpin, Torsten Meyer, und der Kampfrichterobmann des Inngaus, Josef Wurm, ganz entspannt – trotz des Vorbereitungsmarathons, der vor den Wettkampforganisatoren vom Skiclub Aising-Pang liegt. Doch die Ehrenamtlichen sind Anstrengungen rund um das Management großer Wettbewerbe gewohnt: Etwa alle zwei bis drei Jahren richtet der Skiclub Aising-Pang Rennen auf internationaler Ebene aus. Bis zu 15 Nationen waren auf Einladung des Rosenheimer Vereins bereits bei FIS-Rennen am Start. Die Aktiven der Abteilung Rennlauf Alpin beim SC Aising-Pang, die 650 der 2000 Mitglieder stellt, kennen die Regularien wie aus dem FF. Und sind über die Grenzen Deutschlands hinweg als erfahrene Wettkampfausrichter bekannt. Trotzdem: Eine deutsche Meisterschaft durchführen zu dürfen, „das ist uns eine große Ehre und hebt das Renommee des Vereins“, sagt Kampfrichter-Urgestein Josef Wurm (Siehe auch Interview). Wenn die Elite der Rennläufer im Slalom und Parallelslalom am Sudelfeld an den Start geht, sei dies beste Werbung für den Skisport. Um dessen Förderung bemüht sich der SC Aising-Pang seit der Gründung im Oktober 1964 durch damals 25 sportbegeisterte „Wasenbürger“. Heute ist der Verein unter Vorsitz von Andreas Lakowski mit 2000 Mitgliedern und acht Abteilungen einer der größten Skiclubs in Südost-Oberbayern. Bekannte Sportler wie Hannes Zehentner und Sibylle Brauner, die in der deutschen Nationalmannschaften große Erfolge feierten und sogar an den Olympischen Spielen teilnahmen, sind im Verein groß geworden. Andere schafften es bis in den DSV-Kader. Zu verdanken hat der Skiclub diese Leistungen einer intensiven Nachwuchsarbeit, ist Meyer überzeugt. 25 lizenzierte Trainer und Übungsleiter kümmern sich um die Rennmannschaft, die aus 50 Kindern und Schülern besteht. Bereits im Alter von vier Jahren stehen die ersten auf den Skiern. Jugendliche im Alter von 14 Jahren verbringen schon etwa 100 Tage im Jahr auf den Brettern. Wie gelingt es, den Nachwuchs so zu motivieren, dass er fast die ganze Freizeit nach Unterrichtsschluss auf dem Hang verbringt? Bei jedem Wetter, in der Schulaufgabenzeit, am Wochenende. Das funktioniert nur, wenn Kinder und Jugendliche die Leidenschaft für den alpinen Rennlauf packt, berichten Wurm und Meyer. Großereignisse wie jetzt die vom Skiclub ausgerichtete Deutsche Meisterschaft am Sudelfeld zeigen dem Nachwuchs, wohin ihr Weg sie führen kann, wenn er fleißig trainiert und am Ball, besser gesagt auf den Skiern, bleibt. Auch die Eltern müssen hinter dem Hobby stehen, denn Training und Wettkampftage erfordern auch von ihnen einen hohen Einsatz. Der lohnt sich jedoch, denn der Skinachwuchs lernt schon in jungen Jahren nicht nur das Fahren, sondern ganz nebenbei auch Disziplin, Beharrlichkeit, Zeitmanagement und Selbstorganisation, sind Meyer und Wurm überzeugt. Diese Talente benötigen auch die 50 Ehrenamtlichen, die rund um die Deutsche Meisterschaft im Einsatz sein werden. Je nachdem, wie sich der Winter heuer entwickelt, werden sie ab Januar/Februar unter anderem die Rennstrecke präparieren – allabendlich nach Liftbetriebsschluss. Eine 15 bis 20 Zentimeter dicke Eisschicht muss am Waldkopf aufgebaut werden. Außerdem gilt es, die Mannschaften zu betreuen sowie Training und Rennen durchzuorganisieren. An den Wettkampftagen heißt es für ehrenamtliche Wettkampfrichter, stundenlang an der Piste im Steilhang zu stehen. Dort fahren die Stars im Slalom und Parallel-Slalom. Je nachdem, wie die Saison verlaufen ist, gilt es für die Spitzensportler, noch Punkte zu sammeln.

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