Grassau – Ab sofort ist der Wertstoffhof Achental im Grassauer Gewerbegebiet offen. Er löst die Wertstoffhöfe in Grassau, Erlach, Staudach-Egerndach und Marquartstein ab. „Die lange Geschichte hat nun ein gutes Ende gefunden“, betonte Bürgermeister Rudi Jantke bei der Eröffnung. Den Wunsch, den bestehenden Wertstoffhof in Erlach näher an die Bürger zu bringen, gab es schon lange, so Jantke. Vor fünf Jahren entschied sich der Gemeinderat für einen neuen Wertstoffhof. Lange, so Jantke, wurde nach dem passenden Standort gesucht. Zunächst war das Grundstück direkt gegenüber dem jetzigen Wertstoffhof im Gespräch. Nachdem das scheiterte, wurde an das ehemalige Holzlager an der Bahnhofstraße gedacht. Später war ein Grundstück am Gänsbach im Gespräch. Am Ende wurde durch einen Grundstückstausch mit der Firma Mix/Hornberger der Standort im Gewerbegebiet realisiert. Wie Jantke weiter informierte, hatten sich Marquartstein und Staudach-Egerndach im Juli 2013 entschieden, mit Grassau gemeinsam einen Wertstoffhof zu betreiben – ein Zeichen gut funktionierender kommunaler Zusammenarbeit. Im März 2015 erhielt die Firma Schaumaier durch das Landratsamt den Zuschlag für den Betrieb. Im Mai und Juni 2017 wurden die Baugenehmigungen für den Wertstoffhof in Eichelreut und den Bauhof der Firma Mix/Hornberger erteilt. Ab Anfang November zog die Baufirma nach Kucheln, und der Wertstoffhof im Gewerbegebiet konnte eingerichtet werden. Jantke dankte allen, die an dieser „langen Geschichte mitgeschrieben haben“, besonders Dr. Birgit Seeholzer, die sich als damalige Leiterin der Abfallwirtschaft im Landratsamt sehr eingesetzt habe. „Das ist eine wichtige Einrichtung für das Achental an optimaler Stelle mit erweiterten Öffnungszeiten“, so der Bürgermeister. Die Wertstoffhöfe in den Mitgliedgemeinden würden schließen, in Rottau, Mietenkam und Marquartstein werde es jedoch weiterhin eine Wertstoffinsel geben. Klaus Egger verwies als Geschäftsführer der Firma Schaumaier auf die guten Anlieferungsmöglichkeiten und das freundliche Personal, dass größtenteils von den Wertstoffhöfen der beteiligten Gemeinden übernommen wurde. Marcus Dieplinger, Sachgebietsleiter kommunale Abfallwirtschaft im Landratsamt, hob die Bedeutung des Wertstoffhofes für das Achental hervor. Der Bürgerservice sei ein großes Anliegen des Landratsamtes. Bei einem Rundgang erklärte Wertstoffhofleiter Martin Kunert, was die Bürger alles anliefern können. Neben den Wertstoffen, die bislang auch auf den gemeindlichen Höfen angenommen wurden, können nun auch Sperrmüll, Altholz, Bauschutt Autoreifen, sowie Elektrogroßgeräte gebracht werden. Auch Grüngut wird angenommen. Zudem stünden den Besuchern ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Durch den Einbahnverkehr sei eine geordnete Verkehrsführung möglich. Geöffnet hat der neue Wertstoffhof für das Achental montags, mittwochs bis freitags durchgehend von 7.30 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 13 Uhr. tb