SPD will nun doch verhandeln

von Redaktion

Parteivorstand spricht sich einmütig für Sondierungen mit der Union aus

Berlin – Der SPD-Vorstand hat sich einmütig für Sondierungsgespräche mit der Union ausgesprochen. Die Sozialdemokraten wollten die Verhandlungen mit CDU und CSU „ergebnisoffen“ führen, kündigte SPD-Chef Martin Schulz nach Beratungen der SPD-Spitzengremien in Berlin an. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüßte die Entscheidung der SPD-Führung.

Die Partei- und Fraktionsvorsitzenden von Union und SPD kommen zunächst am Mittwoch erneut zusammen, um den weiteren Ablauf der Gespräche zu vereinbaren. Er gehe davon aus, dass die Sondierungen dann Anfang Januar beginnen, sagte Schulz. „Wir werden offen und konstruktiv in die Sondierungen gehen“, erklärte SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles. CSU-Chef Horst Seehofer sprach von einer „großen Chance“.

Die Union setzt darauf, dass am Ende der Verhandlungen eine neue Große Koalition steht. „Wir sind bereit, gemeinsam mit der SPD zu sondieren, um eine stabile Regierung zu bilden“, sagte Merkel. Allerdings will sich die SPD weiter nicht auf eine Große Koalition festlegen, wie Schulz betonte: „Ob die Gespräche in einer Regierungsbildung münden, ist offen“, sagte Schulz. Dies „meinen wir sehr ernst“.

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