Mühldorf – Dank des Investitionsprogramms zur Schaffung neuer Kitaplätze erhalten Gemeinden nach Angaben des bayerischen Familienministeriums aus Bundesmitteln einen Aufschlag von bis zu 35 Prozent auf die reguläre Förderung. Insgesamt stehen laut Ministerin Müller in diesem Programm 178 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung, mit denen der Freistaat reguläre staatliche Förderung verstärken könne. So soll den Kommunen künftig durchschnittlich 85 Prozent ihrer Investitionskosten erstattet werden, statt der regulären 50 Prozent, die derzeit üblich sind. 1,1 Millionen Euro davon fließen nach Mühldorf zur Unterstützung des Baus der Kinderkrippe an der Ahamer Straße. Dort entstehen derzeit 48 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren. Am morgigen Mittwoch ist Richtfest. Mit 246 000 Euro unterstützt der Freistaat die Stadt Töging. Dort soll es zwölf neue Betreuungsplätze für Kleinkinder geben. Nach Angaben Müllers sind seit 2008 sind rund 80 000 Plätze für Kinder unter drei Jahren entstanden. Ihr Bau sei mit 1,4 Milliarden Euro gefördert worden, allerdings reicht das Geld bei den meisten Bauten nicht. Das liegt nach Ansicht von Kommunalpolitikern daran, dass nur Mindeststandards gefördert werden. Sobald Kommunen etwas darüber hinausgehendes wollen, müssen sie allein für die Kosten aufkommen. Außerdem schlagen die vielen neuen Kita-Plätze bei den Personalkosten zu Buche. Anträge für das neue Programm könnten bis 31. August 2019 bei Regierung von Oberbayern gestellt werden. hon